Verein schuldet wohl fünfstelligen Betrag

KSV Hessen: Vermarkter Pfeffer wartet auf sein Geld

Vermarkter Michael Pfeffer verlässt den KSV Hessen Kassel. Er wartet aber noch auf sein Geld, das der Verein ihm schuldet. 

Kassel. Beim Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel steht am Montagabend die Jahreshauptversammlung an. Ob es ab 18 Uhr angesichts der angespannten Finanzsituation rund gehen wird, bleibt abzuwarten. Ein Thema kocht aber schon im Vorfeld nach oben: die Trennung von Vermarkter Michael Pfeffer.

Der Grund: Pfeffer bekommt noch Geld vom Verein. Das bestätigt selbst Finanzvorstand Dirk Lassen. Dass es sich dabei um 50.000 Euro handelt, die aktuell als Gerücht kursieren, verneint Lassen allerdings. Um einen fünfstelligen Betrag geht es aber allemal.

Pfeffer geht von sich aus 

Pfeffer und der KSV hatten Ende der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass ihre Zusammenarbeit nach zwei Jahren endet. Pfeffer selbst erklärt gegenüber unserer Zeitung: „Die Sache hat sich zugespitzt. Mir tut es unheimlich leid. Ich bin ein Löwe und hätte gern weitergemacht. Ich kann aber keinen neuen Vertrag unterschreiben, wenn der alte nicht abgegolten ist. Also hab ich in der vergangenen Woche die Verhandlungen abgebrochen.“

Pfeffer also geht von sich aus. Allerdings ist es wohl auch so, dass große Teile des Vereins nicht unglücklich darüber sind. In der Beurteilung der Personalie gibt es zwei Strömungen: Die eine, die Pfeffer durchaus noch mehr Kompetenzen übertragen hätte und ihn als kommenden Geschäftsstellenleiter sah. Und die andere, die unzufrieden war mit dem Ertrag seiner Arbeit. Auch der Vermarkter selbst sagt: „Es war nicht so erfolgreich, wie ich es mir gewünscht hätte. Allerdings stimmte auch das Produkt, also der sportliche Erfolg, nicht wie erhofft.“

Pfeffer will bei Bedarf Anwalt einschalten 

Pfeffer hat für den KSV ohne Festgehalt auf Provisionsbasis gearbeitet. Auf eigenen Wunsch, wie er sagt. Auch er nennt natürlich nicht die Summe, die der Klub ihm schuldet, erklärt aber: „Es ist eine ordentliche Summe. Derzeit bin ich ein guter Sponsor der Löwen.“ Für ihn ist Donnerstag nun der Stichtag. Dann endet der Juni, und damit sein Vertrag. „Ich möchte dem Verein die Möglichkeit geben, alles zu glätten, bevor wir auseinandergehen.“ Sollte er bis dahin kein Geld bekommen – offenbar ist auch die Möglichkeit der Ratenzahlung vom Verein ausgelassen worden – wird Pfeffer die nächsten Schritte einleiten – dann wohl auch mit einem Anwalt.

Der Klub präsentierte mit Michael Krannich am Montagabend während der Jahreshauptversammlung bereits einen Nachfolger. Der 33-Jährige sammelte bereits unter anderem beim Frauen-Bundesligisten Jena Erfahrung als Vermarkter.

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