Spiel am Samstag gegen Aufsteiger SV Spielberg

KSV Hessen: Das Warten auf Sponsor VW

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Mit Hauptsponsor VW auf der Brust: Sergej Schmik hat seinen Vertrag mit dem KSV bereits verlängert.

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel bestreitet am Samstag das Heimspiel gegen Aufsteiger SV Spielberg (Anpfiff: 14 Uhr).

Ein Sieg ist schon aus Gründen der Wiedergutmachung Pflicht, nachdem die Mannschaft von Trainer Matthias Mink am vergangenen Wochenende beim Abstiegskandidaten FK Pirmasens trotz Führung noch 1:2 verloren hat.

Aus Sicht des Vereins erscheint ein Erfolg auf anderer Ebene derzeit aber noch wichtiger. Dabei geht es um die Fortsetzung des auslaufenden Vertrages mit Hauptsponsor VW. Damit verbunden sind Einnahmen, die sich nach Informationen unserer Zeitung auf 350.000 Euro pro Saison belaufen. Derzeit gibt es noch keine Entscheidung, von VW-Seite aus heißt es nur: „Fest steht, dass wir uns nicht komplett rausziehen“, wie Heiko Hillwig, der Sprecher des VW-Werkes Kassel in Baunatal, es ausdrückt. Er verweist auf die langjährige Unterstützung als Hauptsponsor, die 2008 begann.

In welchem Umfang sich Volkswagen aber weiterhin einbringt, wird intern gerade abgestimmt. Angeblich soll erst gestern darüber in Wolfsburg gesprochen worden sein. Ein Ergebnis soll bald verkündet werden – womöglich während eines der nächsten Heimspiele. Was den KSV bedenklich stimmen könnte: VW beendete in Folge des Abgasskandals erst kürzlich das Sponsoring bei Erstligist Schalke 04 und Zweitligist 1860 München.

Von der VW-Entscheidung hängt wohl auch die weitere Planung für die kommende Saison ab. Dass beispielsweise der Vertrag mit Trainer Matthias Mink noch nicht verlängert worden ist, lässt sich auch mit der aktuellen Unsicherheit in Sachen Hauptsponsor erklären. Dazu passt, dass aus dem Kreise der Spieler lediglich mit Sergej Schmik Einigung erzielt worden ist über eine weitere Zusammenarbeit. Mit anderen Aktiven wie Kapitän Tobias Becker soll verlängert werden, andere müssen sich erst noch für einen neuen Vertrag empfehlen. Gelegenheit bietet da die Partie gegen den SV Spielberg aus dem Badischen, der nicht nur mit dem Ex-Löwen Stefan Müller nach Kassel kommt, sondern auch mit der negativen Bilanz von neun Spielen ohne Sieg. Die Folge: Platz 17 in der Tabelle, höchste Abstiegsgefahr.

Für den KSV geht es darum, die Zuschauer wieder auf seine Seite zu bringen und zu beweisen, dass er auch solche Spiele gegen vermeintlich schlechtere Mannschaften über 90 Minuten konzentriert bestreiten kann. Hier fehlte es in Pirmasens. Gegen Spielberg nun werden neben den Langzeitverletzten Steffen Friedrich, Tim Welker und Shqipon Bekatshi auch der gelbgesperrte Tobias Becker sowie der erkrankte Hasan Pepic fehlen. Zudem fällt Tino Schulze aus. Er brach sich unter der Woche einen Zeh.

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