Auch der FC Astoria Walldorf profitiert von SAP

Nach Sieg im DFB Pokal trifft Astoria Walldorf auf den KSV Hessen Kassel

+
Fast wie in der Muppet-Show: Der Walldorfer Thorben Stadler versucht, eine Flanke von Sergej Schmik zu verhindern.

Kassel. Es war die größte Sensation im DFB Pokal: Der Regionalligist Astoria Walldorf, am Mittwoch ab 19 Uhr Gastgeber des KSV Hessen, besiegte den Bundesligisten Darmstadt 98.

Der Endstand 1:0. Im Achtelfinale trifft der Verein nun auf Arminia Bielefeld. Warum hat die 15.000-Einwohner-Stadt im Rhein-Neckar-Kreis eine so erfolgreiche Fußball-Mannschaft?

DER HAUPTSPONSOR 

Die Zwischen- und Endstände der Partie gibt es auf Kassel Live.

Walldorf ist der Hauptsitz des Softwareunternehmens SAP. In Bezug auf Fußball bringt man SAP und die Familie Hopp zwar in erster Linie mit der TSG Hoffenheim in Verbindung, aber Dietmar Hopp engagiert sich auch für den FC Astoria. Dabei kauft er keine teuren Profis ein, sondern macht den Klub aufgrund einer professionellen Infrastruktur für Spitzen-Amateure attraktiv. Und den Namen „Dietmar-Hopp-Sportpark“ hat sich der Unternehmer vermutlich auch einiges kosten lassen. Ein zweites Hoffenheim aber wird es in Walldorf nicht geben. Hopp und die Vereinsfunktionäre sind sich einig: Die Regionalliga ist das Ende der Fahnenstange.

DIE NAMENSGEBER 

Dass der Walldorfer Fußballklub Astoria heißt, macht ihn allerdings nicht reicher, sondern weckt eher nostalgische Gefühle. Johann-Jakob Astor wanderte 1784 in die USA aus, wo er schließlich ein superreicher Pelzhändler wurde. Mit dem Erbe gründeten seine Söhne die Hotelkette Waldorf-Astoria, mit der sie auch an ihre Heimat in der Nähe von Heidelberg erinnern wollten. Der Fußballklub Astoria Walldorf revanchiert sich sozusagen auf seine Weise.

DIE SPIELER 

Dietmar Hopp

Wie gesagt: Hochbezahlte Profis sucht man in den Reihen des Tabellen-14., der bisher neun Punkte weniger als der KSV Hessen gesammelt hat, vergebens. Da ist eher Benjamin Hofmann ein typischer Fall. Der Rechtsverteidiger aus dem Walldorfer Nachbarort St.-Leon-Rot ist schon seit zehn Jahren Stammspieler des FC Astoria. Übrigens: Der Bruder von Benjamin Hofmann heißt Jonas und stürmt für Borussia Mönchengladbach. Unter den ehemaligen Spielern hat Roberto Pinto einen wohlklingenden Namen. Pinto, der jetzt Trainer der Walldorfer U23 ist, spielte vor seinem Engagement in Walldorf für den VfB Stuttgart, Hertha BSC und Arminia Bielefeld in der Bundesliga.

DER TRAINER 

Matthias Born beendete seine Spieler-Karriere bei der TSG Hoffenheim im Jahr 2005, als der jetzige Bundesliga-Dritte noch in der Regionalliga spielte. Anschließend wurde der jetzt 44-Jährige Sportlicher Leiter der Hoffenheimer Jugendabteilung und war damit Vorgänger von Julian Nagelsmann und Guido Streichsbier. Cheftrainer beim FC Astoria Walldorf ist Born seit Beginn der Saison 2014/2015. Das war die erste Walldorfer Saison als Regionalligist.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.