10 Jahre danach: Aufstiegshelden des KSV feiern

Das sind sie, die Aufsteiger von 2006, die sich im Düsseldorfer Hof trafen mit (hinten von links) Veselin Gerov, Christoph Keim, Thorsten Schönewolf, Thorsten Bauer, Markus Krause und vorn Marc Arnold, Jens Rose, Dominik Suslik und Daniel Beyer. Foto: Hedler

Kassel. „Es war ein verrücktes, wildes Jahr. Es war wunderschön und es hat Riesenspaß gemacht.“ Mit diesen Worten begannen die Erinnerungen von Jens Rose an 2006.

An eben dieses Jahr, in dem die Fußballer des KSV Hessen Kassel mit einem 1:0-Sieg beim FSV Frankfurt am letzten Spieltag die Oberliga-Meisterschaft perfekt machten – und damit den Aufstieg in die Regionalliga. Auf den Tag genau zehn Jahre später eröffnete Rose, der langjährige Klub-Boss, mit diesen Worten einen nostalgischen Abend im Düsseldorfer Hof, zu dem sich zahlreiche damalige Aufstiegshelden getroffen hatten.

Rose und Bernd Mart, viele Jahre Berater der Löwen, hatten den Abend organisiert, zu dem auch frühere wie aktuelle KSV-Funktionäre sowie Fanvertreter Markus Lämmer gekommen waren. Vor allem aber waren zahlreiche Spieler des damaligen Teams da. Thorsten Schönewolf, der Kapitän, und Thorsten Bauer, der Torschütze. Marc Arnold, der Mittelfeldmotor, und Daniel Beyer, der Flügelflitzer. Christoph Keim war da – und hatte auch seine Frau Yvonne mitgebracht, die damalige Physiotherapeutin des Teams. Dazu Dominik Suslik, wie Keim Defensivmann. Und auch Markus Krause, der robuste Abwehrspieler, und Stürmer Veselin Gerov – über den Rose gleich zu berichten wusste, dass „er mit dem Siegtor in Wörsdorfeinen wichtigen Beitrag zum Aufstieg geleistet hatte.“

Später stießen noch Amand Dellova und Goce Malinov dazu. Da hatte Oliver Zehe vom KSV-Medienteam die Erinnerung an den Sieg, die Fahrt im Sonderzug sowie den Empfang in Kassel bereits in zwei Videos aufleben lassen. Als sein Tor zu sehen war, scherzte Bauer: „Ich bin der einzige Stürmer, der ohne jeden Trick an den Gegnern vorbeigekommen ist.“ Und spätestens als der Jubel von 4000 Kasseler Fans in Frankfurt zu sehen war, da war die Freude, diesen Tag erlebt zu haben, spürbar.

Jens Rose beschrieb dann noch einmal, was diese Löwen ausgemacht hat: „Wir haben alle an uns geglaubt, auch als wir aussichtslos zurückgelegen haben.“ Er erinnerte an die Rückholaktion von Torhüter Oli Adler, der den Klub verlassen wollte, sich in der Winterpause aber anstecken ließ von dem Motto: „Zwölf Punkte Rückstand, was solls? Wir schaffen es trotzden.“ Und das, wie Rose süffisant anmerkte, „sogar mit einem verrückten Trainer“. Matthias Hamann konnte nicht kommen, weil er bei der US-Nationalmannschaft ist.

Er verpasste Roses Worte, die durchaus auch als Mahnung dienen können: „Wir hatten alle den Löwen im Herzen. Wir haben viel miteinander geredet, nicht nur übereinander. Wir müssen die Löwenfamilie wieder beleben!“

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