Mit Kapitän Damm in die neue Saison:

Der KSV muss acht Neuzugänge integrieren – wer nun welche Chancen hat

Er ist der neue Kapitän: Tobias Damm, hier als Zweiter von rechts zusammen mit Marco Dawid, Piotr Gorczyca und Niklas Hartmann (von links), wird die Löwen anführen. Foto:  Hedler

Kassel. Der KSV Hessen Kassel geht mit einer veränderten Mannschaft die Saison an. Der zum Cheftrainer aufgestiegene Tobias Cramer hatte acht Neuzugänge zu integrieren.

Wer aber hat nun welche Chancen? Eine Übersicht über die sportliche Struktur des KSV.

Tor

Hier hat sich Trainer Tobias Cramer festgelegt: Niklas Hartmann ist die Nummer eins. Der 26-Jährige sammelte bereits als Stammkraft beim KSV Baunatal Regionalligaerfahrung, ehe er in der vergangenen Saison bei den Löwen die Nummer zwei hinter Kevin Rauhut wurde, der nun nach Nordhausen wechselte. Hartmanns Vertreter wird ein ganz Junger sein: Piotr Gorczyca, der im Oktober 19 wird. Dritter Mann ist mit Valentin Kliebe (18) auch noch ein Torhüter aus dem Nachwuchsbereich der Löwen.

Abwehr

Hier ist der KSV weiterhin gut besetzt: mit den Außenverteidigern Sergej Schmik (26) und Nicolai Lorenzoni (24), die schon vergangene Saison zum Stamm zählten, und mit Innenverteidiger Henrik Giese (27). Wer neben ihm als zweiter Innenverteidiger in Abwesenheit des noch länger verletzten Tim Welker (22) aufläuft, ist noch eine offene Frage: Neuzugang Niklas Künzel (20) oder der ebenfalls frisch verpflichtete Mounir Boukhoutta (23). Alternativen für die Position des Außenverteidigers sind Tim Brandner (25) und Nael Najjer (20). Auch Künzel könnte dort zum Einsatz kommen.

Mittelfeld

Hier baut Trainer Tobias Cramer auf Frederic Brill (24), der vor allem defensiv orientiert ist, auf Sergej Evljuskin (28) im Zentrum sowie auf Neuzugang Sascha Korb (23) und Marco Dawid (22), die eher über die Außen kommen. Adrian Bravo Sanchez (22) könnte für Kreativität sorgen und ist nah dran am Stamm. Gespannt sein darf man auf Neuzugang Yassine Khadraoui (19). Der 18-jährige Nedim Pepic dürfte zunächst nur eine Ergänzung sein. Nachwuchsspieler Steven Rakk (17) soll langsam ans Team herangeführt werden.

Angriff

Tobias Damm (32) wird mit seiner Erfahrung ein wichtiger Spieler für dieses Team sein, an seiner Seite wird mit Lucas Albrecht (25) ein regionalligaerfahrener Spieler stehen. Sebastian Schmeer (29) und Fabian Korell (23) sind die Alternativen.

Co-Trainer

Ihn gibt es in der Form nicht, wobei Cheftrainer Tobias Cramer die Hoffnung nicht aufgegeben hat, dass diese Position im Laufe der Saison noch besetzt wird - sollte sich die finanzielle Lage des Vereins wieder gebessert haben. Derzeit wird Physiotherapeut Tobias Bredow in die Arbeit mit einbezogen, er soll zum Beispiel das Warmmachen vor den Spielen leiten. Eine große Hilfe ist Cramer auch Teammanager Steffen Friedrich. Der Verteidiger darf wegen Herzproblemen aktuell kein Fußball spielen. Er unterstützt Cramer aber etwa bei der Gegnerbeobachtung. Friedrich ist auch so extrem wichtig für den Teamgeist. Welchen Stellenwert er hat, zeigte sich bereits Anfang der vergangenen Saison. Da wurde der 22-Jährige bereits als ganz junger Spieler in den Mannschaftsrat gewählt.

Der Kapitän

Bereits am Freitagnachmittag stand die Entscheidung fest, wer die Löwen künftig als Kapitän aufs Feld führen wird: Tobias Damm wird Nachfolger von Tobias Becker und trägt künftig die Binde des Spielführers. Diese Entscheidung hat KSV-Trainer Tobias Cramer getroffen. Sollte der 32-jährige Stürmer einmal nicht auf dem Platz stehen, wird er von Frederic Brill vertreten. Sowohl Damm als auch Brill gehören dem Mannschaftsrat an, der von den drei Spielern Sergej Evljuskin, Henrik Giese und Sergej Schmik komplettiert wird.

Der Modus 

Am Modus der Regionalliga hat sich hinsichtlich der Aufstiegsregelung nichts geändert. Die Meister der fünf Staffeln sowie der Zweitplatzierte der Regionalliga Südwest (beinhaltet die meisten Landesverbände) bestreiten eine Aufstiegsrunde zur 3. Liga, die ausgelost wird. In drei Playoff-Begegnungen (Hin- und Rückspiel nach Europapokal-Modus) werden dann drei Aufsteiger ermittelt. Hierbei können die zwei Teams aus der Regionalliga Südwest nicht aufeinandertreffen. Sicher ist auch, dass die letzten drei Mannschaften aus der Regionalliga Südwest absteigen. Abhängig vom Abstieg aus und vom Aufstieg in die 3. Liga könnte es sein, dass bis zu sechs Klubs den Gang in die Oberliga antreten müssen. Fakt ist auch, dass Kickers Offenbach aufgrund des Insolvenzverfahrens mit neun Punkten Abzug startet.

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