Kommentar zum Protest beim KSV-Spiel gegen Köln: Falsche Bühne

Die Spieler des KSV Hessen verweigerten in der ersten Minute des Freundschaftsspiels gegen den 1. FC Köln die Spielteilnahme. Ein Kommentar dazu von Frank Ziemke.

So fing es also an, dieses Spiel: Sie standen da und taten – nichts! Eine Minute dauerte der Protest der KSV-Spieler. Der ein Problem hatte: Niemand im Stadion wusste, was hier eigentlich los ist.

Man muss in diesen Tagen viel Verständnis haben für diese Löwen. Es ist eine schwierige, eine zwiespältige Situation, in der die Spieler da stecken. Seit mehreren Monaten bekommen sie ihr Geld verspätet. Ihre Zukunft ist ungewiss. Der Verein gesteht die schwierige finanzielle Situation offen ein. An der Kommunikation im Inneren aber mangelt es ganz offenbar. Die wenigsten, die gestern auf dem Platz standen, wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Das alles berücksichtigend hat die Mannschaft sich stets gut verkauft. Sie hat sich nicht hängen lassen.

Ein Stück weit kann man diesen Protest als Hinweis auf erneut verspätete Zahlungen also verstehen. Aber: Diese Bühne war die falsche. Eindeutig! Das hier war das Gastspiel eines Bundesligisten. Einer Mannschaft, die in Freundschaft ins Auestadion kam. Eine tolle Gelegenheit, Werbung zu betreiben. Für sich. Für den Verein. Sportlich ist das absolut gelungen. Aber diese eine Minute trübt den Abend nachhaltig. 

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