Kommentar zu Jörn Großkopf

"Es passt nicht"

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Jörn Großkopf

Als bitter bezeichnete Sport-Vorstand Claus Schäfer die dritte Niederlage innerhalb der letzten vier KSV-Spiele. Sportredakteur Florian Hagemann zum  KSV Hessen Kassel.

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Als Jörn Großkopf im Sommer das Traineramt beim KSV Hessen übernahm, beging er seinen ersten Fehler. Er kündigte an, auf spielerische Lösungen setzen und oben mitspielen zu wollen. Dabei erkannte er nicht, dass er ein Team zur Verfügung hat, das in der Saison zuvor in fast derselben Besetzung mit viel Kampf Meister geworden war und trotzdem das traumatische Erlebnis des Nicht-Aufstiegs zu verarbeiten hatte.

Nach fast der Hälfte der Saison muss sich Großkopf an seinen Zielen messen lassen. Das Zwischenfazit fällt verheerend aus: All das, was er angekündigt hat, ist bisher nicht eingetreten. Die Abstiegszone ist näher als die Tabellenspitze, die Mannschaft treibt mit ihrem Fußball die letzten Fans raus aus dem Auestadion, weil sie nicht nur nicht schön spielt, sondern auch ihren Kampfgeist der vergangenen Saison verloren zu haben scheint.

Mehr noch: Es ist kein Konzept erkennbar. Das liegt auch daran, dass Großkopf noch immer keine Stammformation gefunden hat. Der Verweis auf viele Verletzte taugt nur bedingt als Ausrede. Die Integration der Neuzugänge, die Großkopf zu verantworten hat, ist zudem nicht wirklich gelungen. Es passt überall nicht, und es fehlt nicht viel zur Annahme, dass der Verpflichtung Großkopfs für diese so spezielle und auf Vorgänger Uwe Wolf ausgerichtete Mannschaft ein großes Missverständnis zugrunde liegt.

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