Nach herber 1:6-Niederlage

Kommt jetzt ein neuer KSV-Trainer? Marc Fascher im Gespräch

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Marc Fascher: Wird er neuer KSV-Trainer?

Kassel. Nach dem 1:6 gegen Trier war während der Pressekonferenz am Samstag niemand von den Verantwortlichen aus den Gremien des KSV Hessen Kassel anwesend – anders als sonst. Niemand aus dem Aufsichtsrat war da, niemand vom Vorstand.

Dabei müssen die Gremiumsmitglieder die wichtige Frage der nächsten Tagen und Wochen beantworten: Wie geht es weiter? Genauer gefragt: Kommt ein neuer Trainer in der nun begonnenen Winterpause?

In Abwesenheit der Vereinsspitze musste Interimstrainer Sven Hoffmeister die Frage nach der Zukunft beantworten, obwohl er noch nicht einmal weiß, wie es mit ihm weitergeht. Der 43-Jährige verwies auf seinen Vertrag, der noch eineinhalb Jahre gültig ist. In welcher Funktion ihn der Klub nun aber einsetzt, steht noch nicht fest. Hoffmeister selbst machte klar, dass er sich in erster Linie als Torwart- und Co-Trainer sieht.

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Dass er bis zum Ende der Saison hauptverantwortlich an der Seitenlinie steht und mit Torwart Carsten Nulle das Training leitet, ist weiterhin nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich – erst recht nach den zwei derben Niederlagen in Kaiserslautern und nun gegen Trier.

Es spricht mehr dafür, dass der Klub in der Winterpause einen neuen Trainer präsentiert. Ein möglicher Kandidat saß während der Partie gegen Trier schon auf der Tribüne des Auestadion: André Schubert, der die Löwen seit kurzer Zeit berät. Er stammt aus Kassel und trainierte zuletzt die Zweitligisten St. Pauli und Paderborn.

Allerdings ist nach Informationen unserer Zeitung auch ein anderes Modell denkbar: dass Schubert weiter im Hintergrund wirkt – und ein anderer das Training leitet: Marc Fascher. Auch er wurde am Samstag im Auestadion gesichtet. Er saß in Schuberts Reihe.

Fascher ist 45 Jahre alt, kommt aus Hamburg und war zuletzt beim Drittligisten Hansa Rostock tätig. Zuvor arbeitete er bei Preußen Münster, beim FC Carl-Zeiss Jena und bei den Sportfreunden Siegen. Interessant: Entlassen wurde er dort 2008 – nach einem 1:1 gegen den KSV Hessen Kassel.

Fotos: KSV Hessen Kassel gegen Eintracht Trier

KSV Hessen Kassel gegen Eintracht Trier

Nun also wird sein Name hier gehandelt. Die Grenzen der Spekulation hat diese Personalie bisher aber nicht überschritten, zumal sich niemand vom Verein dazu äußert. Das hat wohl auch damit zu tun, dass innerhalb der Gremien Uneinigkeit herrscht über das weitere Vorgehen: Sparen und somit auf das Duo Hoffmeister/Nulle setzen oder investieren und einen neuen Trainer verpflichten? Und wenn schon Geld ausgeben, dann: Für welchen Trainer? Auch der Name Rüdiger Abramczik kursiert weiterhin.

Eins ist klar: Sven Hoffmeister wird weiter kämpfen für den KSV – in welcher Position auch immer. Das machte er am Samstag noch einmal deutlich. Zudem richtete er einen Appell an die KSV-Familie: „Jetzt muss jeder im Verein hundertprozentigen Einsatz in seinem Bereich zeigen. Wenn das nicht der Fall ist, wird der Verein in der Hessenliga ankommen.” (hag)

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