Daniel Endres hatte Zunge verschluckt

KSV-Spiel gegen Offenbach: Schiri hilft bewusstlosem Torhüter

Erste Hilfe: Schiedsrichter Tobias Fritsch kümmert sich um den bewusstlosen Torhüter Daniel Endres. Foto: Hedler

Kassel. Es gab auch diese eine Geschichte im Derby zwischen dem KSV Hessen Kassel und Kickers Offenbach, die zeigte, was trotz aller Rivalität möglich sein muss.

„Ich bedanke mich beim Kasseler Mannschaftsarzt und beim Schiedsrichter für die Unterstützung“, sagte OFC-Trainer Oliver Reck nach der Partie. Er meinte die Szene beim 1:0, als sein Torhüter Daniel Endres den ersten Schuss von Sebastian Schmeer direkt ins Gesicht bekam. Endres sank wie vom Blitz getroffen zu Boden und blieb offensichtlich bewusstlos auf dem Rasen liegen.

Und es war vor allem Schiedsrichter Tobias Fritsch, der in dieser Szene den Durchblick behielt und blitzschnell reagierte. Der 26-Jährige aus Bruchsal behielt kühlen Kopf, eilte sofort zum OFC-Torhüter, Das war auch nötig war, denn Endres hatte seine Zunge verschluckt. Fritsch legte den Offenbacher in die stabile Seitenlage, sorgte dann dafür, dass Endres wieder Luft bekam, rief mit den Armen wedelnd schnell Hilfe herbei.

Aus Krankenhaus entlassen

Die kam auch aus Kassel. KSV-Arzt Dr. Thomas Krause war sofort zur Stelle. Auch Torwarttrainer Michael Gibhardt eilte hinzu. „Das war klasse, dass wir da Hilfe bekommen haben“, lobte Reck. Zu diesem Zeitpunkt war Endres bereits für weitere Untersuchungen in ein Kasseler Krankenhaus gebracht. Eine Vorsichtsmaßnahme.

Am nächsten Tag kam aus Offenbach dann auch Entwarnung. Daniel Endres konnte das Krankenhaus noch am Abend verlassen und die Rückreise antreten. Wahrscheinlich kann er bereits am Dienstag gegen Steinbach wieder das Tor hüten.

Schütze Sebastian Schmeer hatte die dramatische Situation um den Schlussmann im Jubel über sein Tor übrigens zunächst gar nicht mitbekommen. Später lief aber auch er zu Endres, um sich nach dessen Befinden zu erkundigen.

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