Nach Aus im Hessenpokal gegen Lohfelden

KSV-Trainer Cramer: „Das ist meine Schuld“

Das tat weh: Trainer Tobias Cramer nach der bitteren Pokal-Niederlage des KSV Hessen in Lohfelden im Gespräch mit seinen Spielern. Foto: Hedler

Lohfelden. Nach der Niederlage, die den ersten herben Rückschlag seiner Amtszeit bedeutete, redete Tobias Cramer nicht lange herum: „Das ist meine Schuld. Das muss ich mir ankreiden.“

Das sagte der Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel nach dem Aus im Achtelfinale des Hessenpokals. 1:2 hatte seine Mannschaft gegen den Hessenligisten FSC Lohfelden verloren.

Diese Niederlage war verdient. Deutlich mehr als diese Tatsache wurde bei den Fans der Löwen aber die Aufstellung ihrer Mannschaft diskutiert. Denn Cramer hatte kräftig rotiert, Stammpersonal geschont und Spieler aus der zweiten Reihe in die Startformation beordert. Kapitän Tobias Damm und Abwehrchef Henrik Giese waren nicht einmal im Kader, andere Stammspieler wie Sergej Schmik, Marco Dawid und Sergej Evljuskin saßen auf der Bank. Das war zuviel des Risikos. „Die Rotation hat nicht funktioniert. Wenn es dann so ausgeht, nehme ich das auf meine Kappe. Das habe ich den Fans auch erklärt“, sagte Cramer.

Die waren lange ruhig geblieben, nachdem ihr Team gegen stark aufspielende Gastgeber bereits nach 70 Sekunden durch Lukas Iksal in Rückstand geraten war. „Dieses Gegentor hat schon gezeigt, dass vom Einmaleins des Fußballs bei uns heute nichts da war. Nichts, was wir uns vorgenommen hatten, wurde umgesetzt“, so Cramer. Der KSV glich zwar durch Nedim Pepic aus, doch am schwachen Auftritt änderte das ebensowenig etwas wie die Wechsel, mit denen Cramer nach der Pause seine Aufstellung korrigierte,

Nach dem 2:1 durch den Ex-Löwen Mentor Latifi war die Geduld der Fans aber zu Ende. Kein Wunder, war der Pokal in den vergangenen Jahren doch stets wichtige Einnahmequelle und Wettbewerb aufmunternder Erfolgserlebnisse. Verständnis dafür brachte später ausgerechnet der, der seinen Ex-Klub aus dem Wettbewerb geköpft hatte. „Die Spieler, die hinten dran sind, müssen sich zeigen können. Ich kann die Maßnahme nachvollziehen“, sagte Mentor Latifi. Cramers Poker aber war zu hoch. Seine junge Elf ließ sich von Lohfelden regelrecht überrumpeln.

Während der KSV in seinem Lieblingswettbewerb nun zuschauen muss, freut sich der FSC auf die nächste Runde, in der Drittligist Wehen Wiesbaden der Gegner sein könnte. Latifi kündigte schon mal an: „Das werden dann die nächsten sein!“

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