Die Last mit den Letzten

Der KSV Hessen will am Samstag  gegen Schlusslicht Nöttingen Revanche

Trifft er wieder gegen Nöttingen? Marco Dawid, hier rechts neben Adrian Bravo Sanchez, hat die Erholunspause gut getan. Foto: Hedler

Kassel. Es sind diese Sätze, die Trainer sagen, wenn sie Warnungen aussprechen wollen. Wenn ihre Mannschaft klar favorisiert ist. Wenn der Gegner aus den Niederungen der Tabelle kommt. Wenn die Fans natürlich von drei Punkten für ihr Team ausgehen und alles andere als Enttäuschung ansehen würden. In diesen Situationen sprechen Trainer gern vorbeugend von „ganz schwierigen Spielen.“

So macht es auch Tobias Cramer vom Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel, der am Samstag um 14 Uhr im Auestadion den Tabellenletzten FC Nöttingen empfängt. Und Cramer schließt das letzte Heimspiel des Jahres gegen den Vorletzten Eintracht Trier vierzehn Tage später mit ein, wenn er was sagt? „Das sind schwierige Spiele für uns.“

Beim Blick zurück wird dann aber auch deutlich: Der Trainer der Löwen bemüht keine Floskeln. Er hat gute Gründe zu warnen und an seine Mannschaft mit folgenden Worten zu appellieren: „Wir müssen alarmiert sein. Wir müssen hoch konzentriert sein. Und wir müssen in diesen Spielen sehr aktiv sein.“

Sechs Spiele hat der so stark auftretende KSV in dieser Saison verloren. Darunter: ein 1:2 in Nöttingen, ein 1:3 in Trier. Dazu kam ein 0:2 im Heimspiel gegen den FC Homburg, der zu diesem Zeitpunkt was war? Tabellenletzter! Man könnte also sagen: Die Löwen haben ihre liebe Last mit den Letzten.

Für Nöttingen gilt das besonders. Denn man mag es kaum glauben: Die drei bisherigen Duelle in der Regionalliga hat der KSV allesamt verloren. Es wird also höchste Zeit für die ersten Punkte. Zumindest personell sind die Löwen gerüstet. Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Mann an Bord. Marco Dawid, der in Nöttingen zwischenzeitlich den Ausgleich erzielt hatte, konnte durch den Spielausfall am vergangenen Wochenende seine Muskelprobleme auskurieren. Frederic Brill ist zurück im Training, wird am Samstag aber wohl noch nicht dabei sein.

Und dann gibt es ja auch noch die Auswärtsbilanz der Nöttinger, die von Dubravko Kolinger trainiert werden. Die nämlich weist in der Fremde noch keinen einzigen Punkt auf – und dazu eine desaströse Tordifferenz von 5:42. Zumindest gilt also: Das Spiel am Samstag dürfte nicht nur für den KSV Hessen ein Schwieriges werden.

Von Frank Ziemke

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