Löwen feiern Schützenfest - 6:0 gegen Neckarelz

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Kassel. Fußball-Regionaligist KSV Hessen Kassel hat nach vier Spielen ohne Sieg endlich wieder ein Erfolgserlebnis verbucht. Gegen die Spielvereinigung Neckarelz, die keine Regionalligalizenz für die kommende Saison beantragt hat, hieß es am Ende 6:0.

Dabei überzeugten die Löwen nach langer Zeit erstmals auch wieder im Spiel nach vorn. Dazu passt, dass Torjäger Shqipon Bektashi nach seiner Verletzungspause erstmals wieder eingewechselt wurde. Der Schnellcheck.

Wie war das Spiel? 

Der KSV begann gut und schwungvoll. Benjamin Girth hätte mit dem Hinterkopf in bester Uwe-Seeler-Manier in der zweiten Minute fast das 1:0 besorgt. Ihm fehlte im Abschluss aber ebenso das Quäntchen Glück wie kurze Zeit später Henrik Giese, der nach einer Flanke knapp am Ball vorbeirutschte. Trotz einer massiven Fünferkette der Gäste kamen die Löwen immer wieder gefährlich in den Strafraum der Spielvereinigung Neckarelz. Oft aber fehlte es dann an der nötigen Zielstrebigkeit. Die zeigte erst Benjamin Girth in der 35. Minute, der einen sehenswerten Angriff über die rechte Seite zum 1:0 abschloss - im zweiten Versuch. Ein Tor für den KSV aus dem Spiel heraus - das hatte es lange nicht mehr gegeben. Es folgte: ein Tor nach einer Standardsituation. Nico Perrey köpfte nach einer Ecke kurz vor der Halbzeit das 2:0. Jetzt lief es beim KSV, der nun all das nachzuholen schien, was er in den vergangenen Wochen so versäumt hatte. Gleich nach dem Seitenwechsel erhöhten Sergej Schmik nach einem Konter und Dennis Lemke auf 4:0. Selten hatte der KSV solch leichtes Spiel wie in dieser Phase. Danach kamen die Gäste etwas mehr auf, aber die Löwen behielten die Kontrolle. Gegen Ende der Partie häuften sich die eigenen Torchancen wieder. Mike Feigenspan schoss aus vier Metern noch vorbei, Dennis Lemke machte es in der 77. Minute besser - 5:0. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Sylvano Comvalius, der in der 86. Minute vollstreckte.

Wer war der Mann der Tages? 

Außenverteidiger Sergej Schmik machte das über die rechte Seite sehr gut. Er sorgte immer wieder für Gefahr und verdiente sich das Tor zum 3:0. Äußerst präsent war auch Benjamin Girth, der im Abschluss aber nicht immer glücklich agierte. Dennis Lemke war da an diesem Tag treffsicherer. Ansonsten war der Sieg das Resulatat einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

Wen schickte KSV-Trainer Matthias Mink aufs Feld? Die KSV-Aufstellung sah wie folgt aus: Rauhut - Schmik, Perrey, Giese, Lorenzoni - Becker - Pepic, Lemke - Damm (64. Dawid), Girth (64. Comvalius), Feigenspan (77. Bektashi). Shqipon Bektashi feierte damit seine Rückkehr ins Team. Der Torjäger hatte wegen einer Verletzung im Jahr 2016 noch keine einzige Minute in einem Pflichtspiel absolviert.

Gab es eine Szene des Spiels? 

Irgendwie schon, wenn es um Kuriositäten geht. In der 72. Minute nahm Tobias Becker den Ball aus 20 Metern volley, er traf den Pfosten. Anschließend versuchte sich fast jeder Löwe mal, aus dem Gewühl heraus den Ball im Tor unterzubringen. Es gelang aber nicht.

Wie ist der Erfolg zu bewerten? 

Naja, Neckarelz steht als Absteiger bereits fest, nachdem der Verein entschieden hat, keine Lizenz mehr für die Regionalliga zu beantragen. Von daher traf der KSV sicher nicht auf eine Horde von Motivationsmonstern. Dennoch bewiesen die Löwen, dass sie auch nach vorn anständig spielen können. Das ist ja ganz gut zu wissen und nicht schlecht fürs Selbstbewusstsein.

Löwen gewinnen 6:0 gegen Neckarelz

Wie war die Stimmung? Es war kalt, und das Auestadion war so leer wie selten. Immerhin konnten sich die 826 Zuschauer, die noch gekommen waren, am Spiel der Löwen erwärmen. Die gute Leistung hielt den harten Kern der KSV-Anhänger in der Kurve aber nicht davon ab, ein Plakat auszurollen, auf dem geschrieben stand: ABSCHMINKEN, wobei die Buchstaben MINK in der Mitte farblich abgesetzt waren.

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