Herber Dämpfer für den KSV

0:2 - Löwen kassieren erste Heimniederlage gegen den Tabellenletzten

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Der Tanz um den Ball: Jaron Schäfer (Homburg) und Löwe Marco Dawid, bei ihrer Aktion beobachtet von Sebastian Schmeer und Tim Stegerer (von links).

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat seine erste Heimniederlage in dieser Saison kassiert.

Gegen das bisherige Schlusslicht FC Homburg verloren die Löwen gestern Abend vor 1512 Zuschauern im Kasseler Auestadion mit 0:2. Sie stecken erstmals in dieser Saison in einer schwierigen Phase.

Dabei hätten die Löwen eigentlich beflügelt diese Partie angehen können. Vor Anpfiff bekam Sebastian Schmeer die Medaille für die Auszeichnung zum Torschützen des Monats überreicht – ein freudiges Ereignis für den gesamten KSV. Aber danach war Schluss mit toll. Ausgezeichneter Fußball? Nicht zu sehen.

Der an sich höher eingeschätzte Tabellenletzte aus dem Saarland war es, der besser in die Partie kam gegen Gastgeber, die Aggressivität und Struktur vermissen ließen. Das 0:1 in der 17. Minute war daher nicht unverdient. Im Gegenteil: Es hatte sich angedeutet. Fünf Minuten zuvor hatte KSV-Torhüter Niklas Hartmann noch prächtig einen Freistoß von Timo Cecen pariert. In der 16. Minute hatte Thierry Steinmetz aus solch aussichtsreicher Position vergeben, dass in der Folge Trainer Jens Kiefer vor lauter Wut seine Wasserflasche mit Schmackes zu Boden warf.

Eine Minute später stellte Steinmetz seinen Trainer dann zufrieden. Nach einem langen Pass tauchte er plötzlich völlig frei vor Hartmann auf. Der Keeper zögerte einen Moment – es war der Moment zu viel. Er kam zu spät, Steinmetz war schneller und lupfte den Ball über Hartmann.

Immerhin: Anschließend wurde der KSV etwas besser, er schaffte es zumindest, das eine oder andere Mal in den Strafraum einzudringen. Da aber blieb er ebenso ungefährlich wie mit seinen Weitschüssen, die zumindest eine Erkenntnis brachten: Es ist nicht jeder Schuss ein Tor des Monats - und noch nicht einmal ein Tor.

Der KSV Hessen verliert sein Heimspiel gegen Schlusslicht Homburg mit 0:2.

Die Löwen mussten aber nicht nur das 0:1 wegstecken, sondern auch den Ausfall von Frederic Brill, der in der 35. Minute verletzt ausschied. Für ihn kam Tim Brandner ins Spiel, in dem die Löwen bis zur Pause den Druck erhöhten. Das Problem: Nach dem Seitenwechsel verfielen sie zunächst wieder in ihre Lethargie der Anfangsminuten. Niklas Hartmann verhinderte immerhin in der 53. Minute im direkten Duell gegen Steinmetz das 0:2 und hielt sein Team im Spiel. Der für Tobias Damm in der Halbzeit eingewechselte Rolf Sattorov vergab im Anschluss die erste Chance seines Teams in Halbzeit zwei. Seine Aktion war zumindest ein kleines Signal für den KSV, der fortan versuchte, sich irgendwie in die Begegnung zu kämpfen.

Und er kam noch einmal. Wieder Sattorov hätte um ein Haar den Ausgleich erzielt, sein Schuss wurde gerade noch zur Ecke abgelenkt. Jetzt zeigten die Löwen den Biss, der ihnen lange Zeit fehlte. Allerdings zeigten sie sich vor dem Tor zu umständlich. Es wollte nichts gelingen an diesem Tag. So kam, wie es kommen musste. In der 90. Minute machte Homburgs Andre Kilian schließlich den Deckel drauf: 0:2.

KSV Hessen: Hartmann - Schmik, Albrecht, Giese, Rakk - Dawid, Evljuskin, Brill (35. Brandner), Najjer (82. Khadraoui) - Damm (46. Sattorov), Schmeer

FC Homburg: Jakusch - Lensch, Colak, Fischer, Stegerer - Kröner, Cecen, Hesse, Amri (61. Gallego), Schäfer (76. Gäbler) - Steinmetz.

Schiedsrichter:  Scheuermann (Alzey). Zuschauer: 1512

Tore: 0:1 Steinmetz (17.), 0:2 Kilian (90.)

Gelbe Karten: Rakk, Albrecht, Najjer, Sattorov - Kilian

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