Am Samstag Gastspiel bei der TuS Koblenz

Der Mann für jede Position: Lucas Albrecht ist beim KSV nicht wegzudenken

Stütze des KSV Hessen: Lucas Albrecht. Foto: Hedler

Kassel. Bei all den Personalsorgen des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel wäre dies noch eine Überlegung wert vor dem morgigen Auswärtsspiel bei der TuS Koblenz (Anpfiff: 14 Uhr): Trainer Tobias Cramer stellt Lucas Albrecht sowohl in der Innenverteidigung als auch im Sturm auf. Dann könnte Albrecht den Angriff selbst aufbauen, den er persönlich mit einem Tor vollendet.

Diese Überlegung ist natürlich allein schon wegen der physischen Möglichkeiten eines Menschen Kokolores, aber einen gewissen Wunsch transportiert sie schon: den Wunsch, diesen Lucas Albrecht klonen zu können und ihn auf mehreren Positionen einzusetzen. Albrecht kann schließlich fast alles.

Er spielt mal in der Innenverteidigung, mal im Sturm. Manchmal – wie beim 1:1 unter der Woche gegen Ulm – wechselt er auch während des Spiels diese beiden Positionen, die ja nicht so nah beieinanderliegen. „Wenn der Trainer sagt, ich soll ins Tor gehen, würde ich auch das machen“, sagt der 25-Jährige. „Ich wüsste nur nicht, ob das dann so gut wäre für die Mannschaft.“

Ansonsten kann der Trainer nicht viel falsch machen mit diesem Albrecht, der eine der Stützen des Teams ist und stets zu den Besten zählt – egal, ob er gerade Tore verhindert oder versucht, Tore zu erzielen. Er selbst stellt sich in den Dienst der Mannschaft, hat aber eine bevorzugte Position. Der Mann, der im Sommer aus Neustrelitz zu den Löwen kam, mag es lieber, wenn er das Spielfeld vor sich hat, wenn er öfter am Ball ist und wenn er Einfluss nehmen kann auf den Spielaufbau – zumal er die Anforderungen eines modernen Innenverteidigers erfüllt: gutes Auge, technisch versiert.

Von daher ist er Andreas Petersen sehr dankbar. Petersen, der Vater des Freiburger Stürmers Nils Petersen, war Albrechts Trainer in Neustrelitz. Er beorderte Albrecht vom Angriff in die Abwehr. Der war sogleich „Feuer und Flamme“, wie er sagt. Von daher kommt ihm entgegen, dass er beim KSV derzeit in erster Linie in der Abwehr gebraucht wird.

Bei den Löwen ist er längst zum Leistungsträger und Führungsspieler aufgestiegen. Auch als solcher müsste er eigentlich geklont werden. Dass es an abgezockten Spielern mangelt, zeigte das 1:1 gegen Ulm. Albrecht: „Da haben wir in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt, waren dann aber zu grün hinter den Ohren.“ In Überzahl kassierte der KSV den Ausgleich. Jetzt steht er gegen Koblenz unter Druck. „Da müssen wir den Sieg holen, den wir gegen Ulm verpasst haben“, sagt Albrecht, der fest eingeplant ist. Als Innenverteidiger oder als Stürmer oder als Mittelfeldspieler. Der war er, als er noch in Babelsberg aktiv war.

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