Der Mann, der kein Navi braucht: KSV-Neuzugang Brill im Porträt

Das Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld: Frederic Brill vom KSV Hessen. Foto: Hedler

Frederic Brill spricht über seine erste Zeit in Kassel. Er ist froh, dass er in Bettenhausen schnell eine Wohnung gefunden hat und dass es für ihn diverse Anlaufstellen in der Stadt gibt.

Als Beispiel nennt er die Uni und die Mensa, wo er mit ein paar Freunden regelmäßig hingeht. Um auszudrücken, wie sehr er mit der neuen Umgebung schon auf Du und Du ist, sagt er: „Ich brauche kein Navi mehr.“

Das ist insofern eine interessante Aussage, da sie auch auf Brills sportliche Situation passt. Beim Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel hat sich der 23-Jährige nämlich enorm schnell eingewöhnt, nachdem er im Sommer aus Mannheim gekommen ist. Er ist als Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld einer der Schlüsselspieler der Löwen - und als solcher selbst so etwas wie das Navi für seine Mitspieler. Er bestimmt als erster Aufbauspieler mitunter, wo es langgeht.

Der Beginn in Kassel hätte für ihn nicht besser laufen können. Er stand bei allen Pflichtspielen in der Startelf und war einer der Garanten für den hervorragenden Start der Löwen, die am Mittwoch als Tabellenführer den FK Pirmasens im Auestadion empfangen (Anpfiff: 19.30 Uhr). Für ihn ist die momentane Lage auch Ausdruck des Selbstvertrauens, das sich der KSV in den Festspielwochen mit guten Leistungen gegen die Bundesligisten Hamburg und Hannover erarbeitet hat.

Hinzu kommt eine gewisse Siegermentalität, die Brill ausgemacht hat: „Wir sind heiß auf jedes Spiel und freuen uns. Wir sitzen nicht in der Kabine und sagen: Ach je, heute müssen wir gegen Pirmasens spielen.“

Es scheint, als würde seine Deutschland-Tournee erst einmal enden. Mit 23 hat der Mann aus dem Saarland schon viele Stationen durchlaufen. Im Sommer nun war ihm wichtig, dass er einen Vertrag unterschreibt, der länger läuft als ein Jahr. Er, der zugleich das Fernstudium Sportmanagement absolviert, will heimisch werden - beim KSV, den er als professionell und familiär bezeichnet, und natürlich in Kassel. Da passt es gut, dass er jetzt schon kein Navi mehr benötigt, wenn er durch die Stadt fährt.

• In den nächsten Wochen stellen wir die Neuzugänge des KSV in loser Reihenfolge vor.

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