Warum der KSV auch gegen das nächste Topteam eine Chance hat – Samstag, 14 Uhr

Mutig gegen Elversberg

Jede Menge jugendlicher Drang: Marco Dawid (Mitte) ist bereits eine feste Stütze im Löwen-Team, Nael Najjer (links) und Yassine Khadraoui bekamen aber auch schon ihre Einsatzzeiten in der Regionalliga. Foto:  Hedler/nh

Kassel. Innerhalb von nur sechs Tagen bestreitet der KSV Hessen nun das nächste Duell gegen ein absolutes Topteam der Fußball-Regionalliga Südwest: Nach dem 0:2 bei Spitzenreiter Waldhof Mannheim gastiert am Samstag der Tabellenzweite SV Elversberg mit Trainer Michael Wiesinger und dem ehemaligen Bundesliga-Spieler Edmond Kapllani ab 14 Uhr im Auestadion. Eine aussichtslose Aufgabe für die Löwen? Keineswegs. Das kann der KSV dagegensetzen: • Jugendstil: Die Mannschaft von Tobias Cramer ist vor der Saison deutlich jünger geworden. Und die, die jung sind, verstecken sich keineswegs. Ob Nedim Pepic, der neben Standards auch Spielgestalter kann, oder Marco Dawid, der auf der Außenbahn für Druck sorgt oder der erst 18-jährige Steven Rakk, der jetzt leider gesperrt ist – sie alle haben besonders im Spiel gegen die Stuttgarter Kickers gezeigt, was sie können. Und da vergisst man fast schon, dass Sascha Korb, Nicolai Lorenzoni und Frederic Brill auch noch keine 25 Jahre alt sind. • Philosophie: „Wir werden unsere Linie nicht aufgeben. Wir werden weiter offensiv verteidigen und jede Mannschaft mutig bearbeiten, auch Elversberg.“ Sagt Tobias Cramer. Das, was Waldhof Mannheim besonders in der ersten Halbzeit überrascht hat, soll nun auch gegen die nächste Spitzenmannschaft funktionieren. Und im besten Fall zu etwas Zählbarem führen. Die zaghafte Spielweise ist nicht mehr die des KSV, auch wenn dadurch der eine oder andere Fehler einkalkuliert wird. • Alternativen: Sechs Spiele hat der KSV bislang absolviert, und jedes Mal musste Tobias Cramer seine Startelf verletzungsbedingt umbauen. Dabei fällt auf, dass der Großteil der Spieler nicht auf eine Position beschränkt ist. Bestes Beispiel ist Neuzugang Lucas Albrecht, der im Sturm begann und mittlerweile in der Innenverteidigung überzeugt. Es sieht sogar so aus, als ob der 25-Jährige nach seiner Reizung im Adduktorenbereich gegen Elversberg spielen kann. Ebenfalls wieder dabei ist Nicolai Lorenzoni, der für den gesperrten Steven Rakk ins Team rücken wird. Derweil ist Niklas Künzel erfolgreich am Kreuzband operiert worden und wird demnächst die Reha beginnen. • Stimmung: Gegen die Stuttgarter Kickers waren mehr als 2000 Zuschauer im Auestadion, die die Löwen bejubelt haben. „Das ist auf jeden Fall ein Faustpfand. Zuletzt haben wir auch auswärts gemerkt, dass unsere Fans weder eine agressive noch negative Stimmung verbreiten. Sie sehen, dass die Mannschaft etwas bewegen will – und kann“, sagt Cramer. Auch am Samstag gegen Elversberg wird die Unterstützung von den Rängen wichtig sein, um dem Topteam die Stirn zu bieten – und vielleicht auch ein bisschen mehr.

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