Begeisterung mitnehmen

Nach dem Erfolg gegen Stuttgart reist der KSV nach Mannheim

Kann es so auch in Mannheim sein? Torschütze Sascha Korb jubelt nach dem Sieg gegen die Stuttgart Kickers. Die Löwen wollen Begeisterung und Leidenschaft mitnehmen zum Spiel beim Meister. Foto: Hedler

Kassel. Schwerer geht es nicht: Die kommenden beiden Spieltage in der Fußball-Regionalliga halten für den KSV Hessen Kassel die vielleicht größten Brocken parat, die die Südwestgruppe zu bieten hat.

Am Sonntag (14 Uhr, Carl-Benz-Stadion) gastieren die Löwen beim Titelverteidiger und aktuellen Tabellenführer Waldhof Mannheim. Am Samstag drauf kommt mit dem SV Elversberg der aktuelle Zweite und einer der Top-Favoriten ins Auestadion.

Gut, dass der KSV mit dem tollen 2:0 gegen die Stuttgarter Kickers schon mal ein Zeichen gesetzt hat. Die Dinge, die vor dem Spiel in Mannheim im Fokus stehen:

DIE SACHE MIT DEM STIMMUNGSWECHSEL

So stimmungsvoll wie am Dienstag ist es lange nicht gewesen im Auestadion. Schon in der ersten Halbzeit gab es Sprechchöre und lang anhaltenden Beifall für die Löwen. „Irgendwas müssen die Jungs gezeigt haben. Das habe ich noch nicht erlebt, dass der Funke so schnell überspringt“, freut sich Trainer Tobias Cramer, der ohnehin feststellt: „Der Kern der Fans zeigt derzeit viel Geduld mit uns.“ Cramer sagt allerdings auch: „Wir wissen wie schnell es gehen kann mit wechselnden Stimmungen.“

DIE SACHE MIT DER LEIDENSCHAFT

Tobias Damm

Beim Sieg gegen die Kickers zeigte die Mannschaft über 90 Minuten hohes Tempo, Kampfgeist und Leidenschaft. „Wäre schön, wenn wir diese Begeisterung mitnehmen können nach Mannheim“, hofft Cramer. Zuletzt, bei der Niederlage in Trier, hatte das auswärts nicht so gut geklappt. Beim Titelverteidiger erwartet den KSV erneut ein laufintensives Spiel, das viel Leidenschaft erfordern wird. Cramer sagt aber: „Die Jungs müssen an ihre Leistungsfähigkeit glauben. Wir sind konditionell ganz stark aus der Vorbereitung gekommen.“

DIE SACHE MIT DEM RESPEKT VORM MEISTER

„Hut ab, das ist wirklich bemerkenswert, wie Mannheim den Rückschlag aus den Aufstiegsspielen weggesteckt hat. Das hätte ich nicht erwartet.“ So formuliert Cramer den Respekt vor den Waldhöfern. Nach der Niederlage in den Duellen um den Aufstieg gegen Lotte musste der Klub auch schmerzhafte Personalien verkraften. Trainer Kenan Kocak wechselte nach Sandhausen, wurde durch den Ex-Waldhöfer Gerd Dais ersetzt. Mit Hanno Balitsch beendete der Stützpfeiler im Team seine Karriere. Mit Daniel di Gregorio fällt die zweite Säule im Mittelfeld wegen eines Kreuzbandrisses aus. Trotzdem gelang mit 14 Punkten ein Saisonstart nach Maß.

DIE SACHE MIT DEN SORGENKINDERN

Cramer hat neben den Langzeitverletzten einige Sorgenkinder. Nicolai Lorenzoni fällt nach einer Nebenhöhlenentzündung definiv noch aus. Eng wird es für den Torschützen Tobias Damm (Prellungen) und auch für Lucas Albrecht, den Stürmer, der als Innenverteidiger so sehr überzeugte, aber mit Muskelproblemen ausgewechselt werden musste. Cramer würde ihn gern wieder defensiv einsetzen. Denn beim Meister soll gelten: Was gegen Stuttgart geklappt hat, soll auch in Mannheim funktionieren.

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