Bereits neun Einsätze mehr als vergangene Saison

Und plötzlich eine feste KSV-Größe: Najjer zum zehnten Mal auf dem Platz

Mittlerweile eine Stütze des Teams: Nael Najjer vom KSV Hessen Kassel war bei allen Spielen in der Regionalliga Südwest auf dem Feld. Archivfoto: Hedler 

Kassel. Wenn Nael Najjer am Samstag in der Partie gegen die Reserve der TSG Hoffenheim auf dem Platz steht, dann macht er bereits sein zehntes Spiel der Saison für den KSV.

Und damit hat er dann neun Einsätze mehr als in der zurückliegenden Spielzeit. Anstoß am Samstag ist um 14 Uhr.

Denn da spielte der 20-Jährige nur einmal in der vierten Liga - am 15. Spieltag gegen den Bahlinger SC. Nach 56 Minuten wurde er ausgewechselt. Die meiste Zeit verbrachte der in Kassel geborene Najjer bei der zweiten Mannschaft in der Verbandsliga.

Aktuelles zu dem Spiel gibt es auf Kassel Live.

Mit dem Start in die neue Saison hat sich die Situation für den Außenverteidiger aber grundlegend geändert. In jedem Spiel war Najjer bislang für die Löwen im Einsatz, die letzten vier Partien von Beginn an. Und er steht damit sinnbildlich für den Umbruch beim KSV. Jung sollen die Spieler sein. Und aus der Region kommen. Da passt der 20-Jährige perfekt ins Konzept.

Najjer ist eine der positiven Überraschungen. Warum das so ist, dafür hat er eine Erklärung. „Das Vertrauen vom Trainer ist da. Das hilft mir enorm“, sagt der 1,73 Meter große Außenverteidiger. Das ist aber nicht alles, denn auch körperlich hat er im Vergleich zum vergangenen Jahr zugelegt. „Ich habe viel getan, vor allem fußballspezifisch“, sagt Najjer, der sich im Vorstellungsvideo zu Beginn der Saison selbst als „Fitnesstrainer des Teams“ bezeichnete.

Ein weiterer Grund für die Wertschätzung seines Trainers Tobias Cramer liegt sicherlich auch in der Variabilität des 20-Jährigen. So lief er schon außen in der Abwehr und im Mittelfeld auf und auch als Sechser. „Mich stört das überhaupt nicht. Wenn jemand gebraucht wird, dann bin ich da“, sagt Najjer.

Die Familie ist stolz über seine Entwicklung. „Letztes Jahr stand ich oft im Kader, habe aber nicht gespielt. Da musste ich dann immer sagen, dass ich wieder nur auf der Bank saß. Die Familie freut sich jetzt natürlich und unterstützt mich.“

Den heutigen Gegner Hoffenheim erwartet Najjer sehr spielstark. „Das ist eine typische U-23-Mannschaft eines Bundesligisten. Sie haben viele junge Spieler, die sehr talentiert sind. Aber wenn wir die Zweikämpfe annehmen, werden wir das Spiel auf jeden Fall gewinnen“, ist er sicher.

Zu seinen 547 Regionalliga-Minuten 2016 werden heute noch einige dazukommen. Vielleicht kann Najjer mit einer guten Standardsituation für den entscheidenden Treffer sorgen. Denn auch dabei ist er wichtig für den KSV.

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