Löwen holen Punkt bei Wormatia Worms

Worms/Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel bleibt auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze: Bei Wormatia Worms erreichte das Team von Trainer Uwe Wolf am Sonntagnachmittag nach einer guten Leistung ein 0:0 und ist nun nach drei Siegen in Folge das fünfte Spiel hintereinander ungeschlagen.

Die Löwen haben als Tabellendritter somit weiter drei Punkte Rückstand auf den Zweiten Hoffenheim II, der bereits am Samstag 0:0 in Pfullendorf spielte.

Ein wenig absetzen konnte sich Spitzenreiter SV Elversberg, der beim FSV Frankfurt II mit 3:1 gewann – und damit fünf Punkte Vorsprung auf den KSV hat, bei einer Partie weniger.

In Worms entwickelte sich vor 1380 Zuschauern eine intensive Partie, die allerdings – der miese Rasen leistete seinen Beitrag – nichts für Fußballästheten war.

Die erste gute Gelegenheit ging aufs Konto der Gäste, bei denen Gabriel Gallus für den gesperrten Andreas Mayer in die Startelf rückte. Nachdem sich Eugen Gopko verschätzt hatte, kam Ricky Pinheiro an den Ball. Den Schuss des Ex-Profis lenkte VfR-Keeper Kevin Knödler aber über die Latte (11.).

Die Wormser näherten sich dem KSV-Gehäuse erst Mitte der ersten Halbzeit gefährlicher an. Mit Sandro Rösners (20.) und Scipon Bektasis (26.) Kopfballversuchen hatte Kassels Keeper Carsten Nulle n wenig Probleme. Bei Marcel Abeles Volleyschuss musste er mehr Können aufbieten (29.).

Dazwischen hatten die Löwen die größte Chance des ersten Durchgangs. Ein sehenswerter Versuch von Jonas Marz aus dem Hinterhalt senkte sich bedrohlich aufs Wormatia-Tor – Latte (24.). Nach dem Wechsel kam der KSV einen Tick besser aus der Kabine, konnte aber die daraus resultierenden Eckstöße nicht nutzen – und das, obwohl Routinier Enrico Gaede völlig frei zum Kopfball kam. Sein Versuch geriet jedoch zu zentral, Knödler pflückte den Ball sicher herunter (51.).

Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Wormser aber immer mehr das Kommando. Trainer Ronny Borchers hatte mittlerweile reagiert und mit der Einwechslung vom Offensivspezialisten Daniele Toch ein Zeichen gesetzt. Vom KSV war in der Offensive kaum mehr etwas zu sehen, Wormatia erspielte sich nun Feldvorteile. Alleine zwingend wurde es selten.

Eine Ausnahme in der 66. Minute: Ein kurz ausgeführter Freistoß gelangte zum emsigen Bektasi. Dessen Schuss sauste denkbar knapp am rechten Pfosten vorbei (66.). Beinahe wären die Hausherren am Ende selbst noch kalt erwischt worden. Ausgerechnet der Ex-Wormate Christian Henel, kurz zuvor eingewechselt, hatte in der zweiten Minute der Nachspielzeit die letzte Möglichkeit der Partie. Sein strammer Linksschuss segelte aber über die Querlatte.

KSV-Trainer Uwe Wolf erklärte nach der Partie: „Unser Ziel war es, in Worms etwas mitzunehmen. Das ist uns gelungen. Wir waren sehr kompakt, haben taktisch sehr gut gegen den Ball gearbeitet. Das 0:0 ist ein gerechtes Ergebnis.“