KSV reduziert Etat für Regionalliga-Mannschaft

Kassel. Der KSV Hessen hat den vorläufigen Etat für die Regionalliga-Mannschaft in der kommenden Saison reduziert. Das ist das Ergebnis einer langen und intensiven Sitzung der Vereinsverantwortlichen vom Montagabend.

Als Gründe für die finanzielle Neuausrichtung werden der angekündigte stufenweise Rückzug des Hauptsponsors VW sowie die in der Rückrunde enttäuschenden Zuschauereinnahmen genannt. Der Verein äußerte sich nicht dazu, in welcher Größenordnung sich die Einschnitte bewegen.

„Auch mit Blick auf die vielleicht seit Jahren attraktivste Regionalliga Südwest im nächsten Jahr mit vielen ambitionierten und wirtschaftlich stärkeren Vereinen wäre ein notwendiger Etat für einen Aufstiegsplan ein Risiko für den Verein“, heißt es in der Pressemitteilung.

Im Endeffekt soll also bis zum Trainingsstart nur so viel investiert werden, wie aus der Vermarktung auch erwirtschaftet wird. „Der KSV wird nur den Fußball zeigen, den er auch bezahlen kann“, sagt KSV-Finanzvorstand Dirk Lassen.

Zuletzt aktualisiert um 19.15 Uhr. 

Elf Spieler besitzen bereits gültige Verträge für die kommende Saison. Mit dem Rest wird verhandelt. „Es kann jetzt keiner erwarten, dass er eine Vertragsverlängerung mit Zuschlägen angeboten bekommt“, erklärt Lassen. Offen ist nach wie vor die Zukunft von Matthias Mink. Dem Trainer liegt ein abgespecktes Vertragsangebot vor. „Unsere vorrangige Aufgabe ist es, mit ihm zu verlängern“, ergänzt der Finanzvorstand.

Sollte sich die wirtschaftliche Situation verbessern, weil beispielsweise bereits vorhandene Sponsoren ihr Engagement erhöhen oder neue potenzielle Geldgeber hinzukommen, sieht der Klub durchaus Möglichkeiten, noch im Sommer weitere Transfers zu tätigen. „Der Nordhesse hat es selbst in der Hand, welchen Fußball er in der nächsten Saison sehen will“, sagt Lassen.

Zuletzt musste der Verein aber feststellen, dass es sich schwierig gestaltet, zusätzliche Einnahmen zu generieren. Da weniger Zuschauer als erhofft die Stadiontore passierten, fehlte dem KSV sogar das erforderliche „Spielgeld“, wie Lassen es formuliert. „Wichtig ist uns“, so der Finanzvorstand weiter, „dass jeder Spieler, die Trainer und auch jeder Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle pünktlich sein Gehalt bekommt.“

Keine entscheidenden Einschnitte wird es dagegen im Jugendbereich geben. Die Nachwuchsarbeit soll weiter ausgebaut und gefördert werden. Künftig sollen sich Spieler aus den Hessenliga-Teams für die erste Mannschaft empfehlen. Auch der mögliche Aufstieg des Verbandsliga-Teams wird unterstützt.

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