Auch vierte Liga im Gespräch

Regionalliga: Ex-Nationalspieler Balitsch fordert Reform

Plädiert für eine Regionalligareform: Hanno Balitsch, Kapitän von Waldhof Mannheim.- Foto: dpa

Kassel. Mit Hanno Balitsch hat nun ein prominenter Spieler aus der Regionalliga Südwest das gefordert, was schon immer mal wieder angeregt worden ist: eine Reform der Regionalliga.

Der 35 Jahre alte Ex-Nationalspieler und Kapitän und von Waldhof Mannheim sagte kürzlich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Es ist mehr als überfällig, dass man zu drei Regionalligen zurückkehrt, aus denen die drei Meister aufsteigen.“

Damit bekommt eine Diskussion neuen Schwung, die schon lange geführt wird – Ausgang offen. Beschließen kann eine Änderung nur der Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes. Und der kommt nach der Wahl des neuen Präsidenten im April erst wieder im November zusammen. Laut Rolf Hocke, dem Präsidenten des Hessischen Fußball-Verbandes, befasst sich derzeit der DFB-Spielausschuss mit dem Thema. Ende des Monats soll wohl Vertretern der Landesverbände mitgeteilt werden, wie der Stand der Dinge ist.

Derzeit gibt es fünf Regionalligen. Die fünf Meister aber steigen nicht automatisch auf, sondern bestreiten gemeinsam mit dem Zweiten der Südwest-Staffel Playoffs zur Dritten Liga. Von den sechs Mannschaften schaffen somit lediglich drei den Sprung in die höhere Klasse. Der KSV Hessen zum Beispiel war als Meister der Regionalliga Südwest 2013 in den Playoffs an Kiel gescheitert. Balitsch: „Ich weiß nicht, ob es in Europa einen schwierigeren Aufstieg gibt als den von der Regionalliga in die dritte Liga.“

Das könnte sich ändern – nur wie? Neben Balitschs Vorschlag, die Anzahl der Regionalligen wieder auf drei zu reduzieren, gibt es auch die Idee einer vierten Liga. Sie bringt unter anderem Torsten Pfennig, Geschäftsstellenleiter des KSV Hessen, in die Diskussion ein – mehrere Vereine sollen hierüber im Austausch sein. Demnach soll es eine eingleisige vierte Liga geben – mit drei Aufsteigern in die Dritte Liga und fünf Absteiger in die weiterhin fünfgleisige Regionalliga. Auch eine zweigleisige vierte Liga ist im Gespräch.

All das sind derzeit aber nur Gedankengebilde. Das Problem ist, dass die Vereine der Regionalligen auf einem Bundestag nur über ihre Landesverbände Einfluss nehmen können und so erst einmal eine Mehrheit für ihre Anliegen organisieren müssen. Mit Widerstand vor allem aus dem Profibereich ist zu rechnen. Er will den Übergang zu den Regionalligen so undurchlässig wie möglich halten.

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Mastermind
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Von der Idee einer eingleisigen 4. Liga halte ich überhaupt nichts. Die wirtschaftliche Lage für die Regionalligisten ist sowieso schon schwierig, eine eingleisige 4. Liga würde die Situation vieler Vereine allerdings verschärfen, weil alleine die Reisekosten für viele nicht zu stemmen wären. Für Kassel wäre das relativ egal, weil wir nun mal in der Mitte von Deutschland sind, aber wenn meinetwegen Holstein Kiel zur 2. Mannschaft nach Freiburg reisen müsste, dann wäre das schon eine schwierige Strecke, und fliegen wird beim Budget eines Regionalligsten (oder dann Viertligisten nicht drin sein).
Ich bringe noch eine weitere Variante ins Spiel, nämlich vier Regionalligen. Wenn wir mal ehrlich sind gibt es sowieso nur die fünf Regionalligen, weil der bayrische Verband so stark ist, dass er vor ein paar Jahren die eigene bayrische Regionalliga durchgedrückt hat. Diese Liga ist völlig überflüssig. Wie man die verschiedenen Ligen dann regional einteilt muss man dann schauen, aber die bayrische Liga ließe sich integrieren. Und dann bleiben vier Ligen übrig von denen jeweils der 1. aufsteigt und eben die letzten vier der 3. Liga absteigen. Bei 20 Teams in der 3. Liga finde ich vier Absteiger nicht zuviel, das kann man schon machen.

GrafYosterAntwort
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....vermute ich leider auch ! Den leitenden Angestellten wird Er hoffentlich verschonen........

Kuha-GeAntwort
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Vielleicht nimmt er an einem Anti-Aggressions-Workshop teil;-))

Kommentare

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