0:2 - KSV kassiert erste Heimniederlage

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat das vierte Spiel in Folge nicht gewonnen. Gegen Eintracht Trier gab es am Samstagnachmittag vor 3500 Zuschauern im Kasseler Auestadion sogar sie erste Heimniederlage.

0:2 hieß es am Ende durch zwei Tore des Ex-Bundesligaprofis Chhunly Pagenburg. Er sicherte seinem Team einen absolut verdienten Erfolg gegen eine Kasseler Mannschaft, die einmal mehr spielerisch enttäuschte und diesmal auch kämpferisch wenig zeigte. So verlieren die Löwen den Anschluss an die Tabellenspitze. In der Form, die sie gegen Trier an den Tag legten, haben sie dort allerdings auch nichts zu suchen.

Erste Heimniederlage für den KSV

Der KSV begann mit zwei Spielern, die ihr Debüt in der Startelf feierten: Moritz Meuser ersetzte den zuletzt unsicheren Steffen Dieck auf der linken Seite in der Vierer-Abwehrkette und Christian Henel, den der KSV noch vor zwei Wochen verpflichtet hatte, durfte als Sturmspitze ran. Hinter Henel spielte Andreas Mayer, Gabriel Gallus rückte ins defensive Mittelfeld - und hatte die erste Chance in der dritten Minute. Danach tat sich bei den Löwen aber lange Zeit - nichts. Bei den Gästen aus Trier, die zuletzt dreimal in Folge verloren hatten, sah das zunächst zumindest ein bisschen besser aus. Fouad Brighache traf in der siebten Minute nach einem Weitschuss die Latte, in der 16. Minute zielte Maximilian Watzka knapp daneben. Ansonsten? Viel Leerlauf und noch mehr Nässe. Es schüttete Mitte der ersten Halbzeit so stark, dass der Regen wohl mehr Tempo hatte als das Spiel. Immerhin: Gegen Ende der ersten Halbzeit kam der KSV etwas stärker auf.

Wirklich gute Tormöglichkeiten sprangen bei den Bemühungen aber nicht heraus - auch weil Schiedsrichter Marcel Göpferich nahezu alles abpfiff, darunter Abseitsstellungen, die keine waren. Nach dem Seitenwechsel nahm die Zahl der guten Chancen zu - allerdings verbuchte die vor allem die Eintracht aus Trier. Gegen Fahrudin Kuduzovic und Fabian Zittlau rettete Löwen-Torwart Carsten Nulle zweimal prächtig, bei Maximilian Watzkas Schuss aus 20 Metern half dem KSV der Pfosten. Die Gästeführung deutete sich damit an - und sie fiel auch. Chhunly Pagenburg tauchte in der 69. Minute auf einmal frei vor Carsten Nulle auf und hatte leichtes Spiel. Nur drei Minuten später war er nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle - 0:2, der KSV am Boden. Erstaunlich: Die Löwen hatten in der zweiten Halbzeit außer Tobias Damms Abseitstor nur eine echte Torgelegenheit, obwohl neben Damm mit Sebastian Schmeer ein weiterer Stürmer eingewechselt worden war. Bezeichnenderweise handelte es sich bei der Chance um einen Schuss von Moritz Meuser an die Latte. Es sollte eigentlich eine Flanke werden. (hag)

KSV: Nulle - Hammann, Rahn, Müller, Meuser (64. Gaede) - Gallus, Becker - Merle (57. Schmeer), Mayer, Pinheiro - Henel (46. Damm).

Schiedsrichter: Göpferich (Bruchsal)

Zuschauer: 3500.

Tore: 0:1, 0:2 Pagenburg (69., 72.)

KSV-Trainer Uwe Wolf: "Uns ist wieder nicht das 1:0 geglückt, das uns einfach mal gut tun würde. Aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg der Trierer verdient."

Triers Trainer Jochen Seitz: "Meine Mannschaft hat Sensationelles geleistet."

Der Liveticker zum Nachlesen.

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