3000 Zuschauer

1:1 im Spitzenspiel gegen Elversberg - Wolf droht Damm mit Trennung

Tobias Damm

Kassel. Der KSV Hessen Kassel hat im Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga Südwest ein 1:1 (0:1) gegen Elversberg erreicht. Die zuvor dreimal siegreichen Gäste waren in der 33. Minute durch ihren Torjäger Abedin Krasniqi in Führung gegangen.

Vor 3000 Zuschauern steigerten sich die Gastgeber nach dem Wechsel. Andreas Mayer mit einem leicht abgefälschten Schuss (52.) traf zum Ausgleich und sicherte so die letztlich gerechte Punkteteilung.

KSV Hessen Kassel gegen Elversberg

Trainer Uwe Wolf hatte seine Elf nur auf einer Position geändert. Für den verletzten Enrico Gaede spielte Tobias Becker im defensiven Mittelfeld. Weil beide Teams darauf bedacht waren, sicher zu stehen und kein Gegentor zu kassieren, passierte eine halbe Stunde lang herzlich wenig im Auestadion. Als es erstmals richtig gefährlich wurde, da stand es aber sofort 0:1. Krasniqi stand nach einem Pass in die Spitze plötzlich viel zu frei. Platz, den ein Torjäger seiner Qualität nutzt: KSV-Torhüter Carsten Nulle hatte keine Abwehrchance.

Die Löwen brauchten einige Zeit, wachten aber noch vor der Pause auf. Gabriel Gallus hätte nach feinem Zusammenspiel mit Andreas Mayer den Ausgleich erzielen können, scheiterte mit seinem Lupfer aber an Schlussmann Kenneth Kronholm (44.).

Mayer machte es nach dem Wechsel besser, als er den Ball von Sebastian Schmeer zugespielt bekam und direkt abzog. Nach dem 1:1 lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, in dem der KSV überlegen war, Elversberg aber durch Maurice Deville die beste Chance hatte (54.). Nulle parierte glänzend.

Nach der Partie sorgte Uwe Wolf durch massive Kritik an Tobias Damm für Aufsehen. Der Stürmer war in der 80. Minute eingewechselt worden und wurde von Wolf energisch für mangelnden Einsatzwillen gerügt. „Es kann nicht sein, dass er sich nicht strecken will“, sagte der Trainer und drohte sogar mit Trennung: „Wenn ihm die Situation nicht passt – bis zum 31. August können wir Verträge noch auflösen.“

Von Frank Ziemke