Ruhepol in jungem Team: KSV-Torwart Hartmann gibt nötige Sicherheit

Starker Rückhalt: Niklas Hartmann ist seit dieser Saison Stammtorwart beim KSV Hessen Kassel. Nicht nur im Spiel gegen die Kickers Offenbach zeigte er eine starke Leistung und gab seiner Mannschaft Sicherheit. Archivfoto:  Hedler

Kassel. Dass der KSV Hessen Kassel am Wochenende im Hessenderby gegen Kickers Offenbach 1:0 gewann, lag nicht nur am Torschützen Sebastian Schmeer.

Bevor der Stürmer in der Nachspielzeit die Führung für den Fußball-Regionalligisten besorgte, hatte Torwart Niklas Hartmann sein Team mit mehreren guten Paraden im Spiel gehalten.

Leider ging seine Leistung, wie so vieles an diesem Tag, durch die Nebengeräusche unter.

Der 26-Jährige wird aber auch heute wieder zwischen den Pfosten stehen, wenn es für die Löwen auswärts gegen die Reserve des 1. FC Kaiserslautern um Punkte geht (Anpfiff 19 Uhr). Hartmann hat in dieser Saison noch keine Minute verpasst - und er ist bei all den Personalsorgen und vielen jungen Spielern ein Ruhepol der Mannschaft. „Ich kann auch schon emotional sein, aber auf dem Feld habe ich davon Abstand genommen. Das ist nicht meine Art“, sagt er.

Für Hartmann ist es seine erste Saison als Stammtorwart der Löwen. In der vergangenen Spielzeit hatte er noch Kevin Rauhut vor sich, der im Sommer nach Nordhausen wechselte. Bisher ist er zufrieden: „Der Abwehrverbund hat das in den vergangenen Spielen sehr ordentlich gemacht. Und ich bin auch mit meiner Leistung einverstanden“, sagt Hartmann.

Mit 26 Jahren ist der Torwart, der vorher für Baunatal, Oberhausen und Bielefeld aktiv war, schon einer der Erfahrenen im Team. „Wenn wir im Training Alt gegen Jung spielen, gehöre ich schon zu Team Alt. Gerade die jungen Spieler brauchen aber Zuspruch, wenn mal ein Fehler passiert - und die dürfen passieren, solange jeder voll mitzieht“, sagt der Torwart.

Es scheint, als sei Hartmann, der in Hann. Münden geboren wurde, jetzt so richtig angekommen. Gegner Kaiserslautern hat mit Robert Gatzel einen Angreifer im Team, der bereits acht Tore erzielt hat. „Ich habe mir die Torschützenliste angeschaut und den Namen gelesen. Aber alles Weitere besprechen wir in der Mannschaftssitzung“, sagt der KSV-Rückhalt.

Bisher lagen Hartmann vor allem die Kickers - gegen die aus Stuttgart (2:0) und jetzt gegen die Offenbacher blieb sein Kasten die einzigen beiden Male sauber. Kann das auch gegen einen 1. FC gelingen? „Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir unseren Lauf fortsetzen“, sagt Hartmann.

Am Betzenberg fehlen dem KSV neben den Langzeitverletzten Tim Welker, Nael Najjer, Niklas Künzel und Sascha Korb weiterhin Nicolai Lorenzoni, Frederic Brill und Mounir Boukhoutta. Zudem hat sich Steven Rakk laut Trainer Tobias Cramer gegen Offenbach eine schwere Prellung im Wadenbereich zugezogen und wird nicht dabei sein.

So könnten sie spielen: Hartmann - Schmik, Albrecht, Giese, Brandner - Khadraoui, Evljuskin, Dawid, Bravo Sanchez - Schmeer, Damm

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