Treffer per Fallrückzieher aus 15 Metern

Schmeers Traumtor zu wenig: KSV verliert 1:3 gegen Trier

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Zweikampf: Der Trierer Christoph Anton (links) im Duell mit KSV-Angreifer Lucas Albrecht. Im Hintergrund: Pechvogel Sergej Evljushkin, der per Eigentor die Trierer Führung erzielte.

Trier. Ein Traumtor von Sebastian Schmeer war zu wenig: Fußball-Regionalligist KSV Hessen hat die erste Partie nach einem spielfreien Wochenende bei Eintracht Trier mit 1:3 (0:1) verloren. Da tröstete es wenig, dass der Löwen-Stürmer per Fallrückzieher aus 15 Metern mit einem Treffer der Marke Tor des Monats zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen hatte.

Die erste schlechte Nachricht hatten die Löwen schon vor Spielbeginn zu verkraften. Nicht Nicolai Lorenzoni, der als Außenverteidiger in der Startformation erwartet worden war, sondern Sascha Korb lief dort auf. Die Erklärung: Lorenzoni saß wegen Oberschenkelbeschwerden nicht einmal auf der Auswechselbank.

Sebastian Schmeer

Zunächst einmal machten es seine Teamkameraden aber ordentlich gegen Trierer, denen noch die Verunsicherung nach dem Pokal-Aus gegen Borussia Dortmund am Montag in den Beinen steckte. Doch in 24. Minute fiel die Null auf Seiten der Löwen: Kevin Heinz wurde von Henrik Giese unzureichend gestört, flankte mustergültig in die Mitte des Kasseler Strafraums, wo mit Stürmer Muhamed Alawie ein dankbarer Abnehmer stand und unbedrängt zum 1:0 für die Gastgeber traf. Die Löwen leisteten sich zu viele Abspielfehler, waren zu ungefährlich im Aufbau konstruktiver Angriffe – und konnten sich im Gegenzug dafür bedanken, dass ihre Nummer eins, Niklas Hartmann, mehrmals auf dem Posten war. In der 38. etwa, als er im Nachfassen gegen Patrick Lienhard klärte. Oder in der zweiten Minute der Nachspielzeit, als Robin Garnier allein auf ihn zulief.

Trier investierte mehr in die Offensive als der KSV und bekam mit der Sicherheit der Führung im Rücken die Partie in den Griff. Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber die besseren Chancen, die Hartmann aber eins um andere Mal entschärfte. Doch in der 56. Minute war auch er schon geschlagen, als Alexander Dartsch an den kurzen Pfosten köpfte. Erst Giese kratzte den Ball im letzten Moment von der Linie.

Keine zwei Minuten später aber schlug die Stunde des eingewechselten Sebastian Schmeer. Gerade ein paar Sekunden war er auf dem Feld, als er spektakulär den überraschenden Ausgleich erzielte – per Fallrückzieher ins lange Eck. 58 Minuten waren da gespielt.

Schmeer brachte Schwung ins Offensivspiel der Löwen, doch ihre Hoffnung, die Partie noch einmal drehen zu können, platzte nur kurze Zeit später. Nach einer Trierer Ecke landete der Ball am Fuß von Sergej Evljushkin, der mit einem unglücklichen Eigentor die Trierer wieder in Führung brachte (66.). Für ihn wechselte Trainer Tobias Cramer in der 77. Minute den erst 17-jährigen Steven Rakk ein.

Den Schlusspunkt vor etwa zwei Dutzend mitgereisten Kasseler Fans setzte erneut Alawie per Kopf.

KSV Hessen verliert 1:3 gegen Trier

Statistik:

Trier: Keilmann - Riedel, Dingels (11. Maurer) Schneider, Heinz - Dartsch (64. Szimayer), Garnier, Telch, Anton (69. Blum) - Lienhard - Alawie

KSV: Hartmann - Schmik, Giese, Boukhoutta, Korb - Dawid, Evljushkin (77. Rakk) , Bravo Sanchez (61. Khadraoui), Najjer - Damm, Albrecht (57. Schmeer)

Schiedsrichter: Endriß (Bad Ditzenbach),

Zuschauer: 4032

Tore: 1:0 (24.) Alawie, 1:1 (58.) Schmeer, 2:1 (66.) Evljushkin (Eigentor), 3:1 (80.) Alawie

Gelbe Karten: Dingels, Dartsch, - Bravo Sanchez, Korb, Boukhoutta, Najjer, Dawid

Von Andreas Arens

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