Regionalligist KSV Hessen scheitert nach enttäuschender Leistung im Pokal

Pokal-Aus für den KSV Hessen: Lohfelden wirft die Löwen mit 2:1 raus

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Lohfeldens Siegtor ist gefallen: Mentor Latifi (links) bejubelt seinen Treffer. Yassine Khadraoui, Adrian Bravo Sanchez und Torwart Niklas Hartmann können den Treffer nicht verhindern. 

Lohfelden. Pokalüberraschung im Lohfeldener Nordhessenstadion: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel unterlag im Achtelfinale des Hessenpokals beim FSC Lohfelden 1:2 (1:1).

Der Sieg des Hessenligisten war absolut verdient. Vor 500 Zuschauern waren die Gastgeber mit ihren Kontern das gefährlichere Team. Die Löwen enttäuschten komplett. Trainer Tobias Cramer hatte auf zahlreiche Stammspieler verzichtet. Das wurde bitter bestraft. 

Die Partie begann bereits mit einem Paukenschlag. Gerade 70 Sekunden waren gespielt, da stand es 1:0. Nasuf Zukorlic hebelte die unsortierte KSV-Abwehr mit einem Sprint über die linke Seite aus, legte quer zu Serdar Bayrak. Dessen Zuspiel drückte Lukas Iksal über die Linie.

Das war Gift für die Gäste, bei denen Cramer personell kräftig durchgewürfelt hatte. Tobias Damm und Henrik Giese waren nicht einmal im Kader. Und die veränderte Mannschaft wurde auf dem Feld von Lohfelden von einer Verlegenheit in die nächste gestürzt. Immer wieder wirbelten die Konter der Gastgeber die Löwen-Defensive durcheinander. In der 12. Minute hätte es bereits 2:0 stehen können, doch Bayrak traf nach der starken Vorarbeit von Moritz Meuser die Latte.

Hessenligist Lohfelden besiegt den KSV mit 2:1

Der KSV kam nur mühsam ins Spiel - und doch glücklich und etwas zweifelhaft zum Ausgleich. Nedim Pepics Schuss von halblinks zum 1:1 in der 28. Minute war sehenswert. Allerdings lagen zu diesem Zeitpunkt nach einem Zusammenprall gleich drei Spieler, darunter zwei des FSC, verletzt am Boden. Iksal musste danach sogar ausgewechselt werden. Lohfelden spielte trotzdem weiter mutig. Zukorlic (37.) für den FSC und Rolf Sattorov (39.) für den KSV hatten vor der Pause weitere gute Möglichkeiten.

Nach dem Wechsel brachte Cramer Sergej Schmik und stabilisierte so die rechte Abwehrseite. Die Partie war ausgeglichener, doch die Chancen, die hatten vor allem die Gastgeber. Wie in der 54. Minute: Bayrak, der selten zu bremsen war, drang in den Strafraum ein, kam frei zum Schuss, scheiterte aber an Torhüter Niklas Hartmann. Später war es Bayraks Zuspiel, das Dominik Schneider knapp verpasste (67.).

Und dann kam die 70. Minute - und die erneute Führung für Lohfelden. Bayraks Ecke köpfte Mentor Latifi unbedrängt ein. In der dramatischen Schlussphase drückten die Gäste, konnten ihre Chancen aber nicht nutzten - die Pokalsensation war perfekt.

Lohfelden: Schreiber - Blahout, Latifi, Pavic (55. Dawid), Keßebohm - Bayrak (85. Petrukhin), Weingarten, Ulusoy, Meuser - Zukorlic (75. Beyer) - Iksal (33. Schneider)

KSV Hessen: Hartmann - Rakk (46. Schmik), Albrecht, Boukhoutta, Lorenzoni - Brill, Khadraoui, Pepic - Brandner, Sattorov (60. Schmeer), Bravo-Sanchez

SR: Martenstein (Marburg), Z: 500

Tore: 1:0 Iksal (2.), 1:1 Pepic (28.), 2:1 Latifi (70.)

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