Ulmer Begeisterung und Homburger Frust

Auffälligkeiten in der Regionalliga Südwest: Siegloses Toptrio, muntere Spatzen

Kassel. Acht Spieltage sind nun absolviert in der Fußball-Regionalliga Südwest. Es gibt ein Trio an der Spitze, ein sehr breites Mittelfeld und kein Team, von dem sich jetzt schon sagen ließe: Das wird ganz schwer im Klassenkampf. Ein Blick auf die Auffälligkeiten des Wochenendes:

TOPTRIO OHNE TRIUMPH

Jetzt stehen sie punktgleich an der Spitze: Elversberg, Waldhof Mannheim und der 1. FC Saarbrücken bilden bei jeweils 17 Punkten das Toptrio der Liga. Bemerkenswert aber: Das Trio blieb am Wochenende ohne Sieg. Mit dem 1:1 beim KSV Hessen Kassel schaffte der SV Elversberg trotzdem den Sprung auf Platz eins. Möglich, weil der Meister erstmals patzte: Mannheim verlor in Ulm. Beim 1:2 waren die Gäste durch Ali Ibrahimaj (5.) sogar früh in Führung gegangen. Die Gastgeber aber schlugen durch einen Doppelschlag von David Braig (11., 18.) ebenso schnell zurück. Saarbrücken, der Dritte im Bunde, enttäuschte beim 1:1 gegen Pirmasens. 

SPATZEN IM HÖHENFLUG

Beim SSV Ulm läuft es derzeit. Nicht nur wegen des Sieges gegen Mannheim. Mit 13 Zählern sind die Spatzen erster Verfolger der Spitzentrios, haben dabei ein Spiel weniger absolviert. „Fußball sorgt für Begeisterung“ titelte die „Südwest Presse“ Online bereits nach dem 3:1 gegen Trier. Jetzt setzten die Ulmer noch einen drauf. Der Sieg gegen Mannheim war der bisherige Höhepunkt eines starken Saisonauftaktes. Nach dem Wiederaufstieg der durch so viele Krisen gegangenen Spatzen honorieren auch die Zuschauer die Leistungen wieder. 3700 Zuschauer waren im Donaustadion.

TEAM OHNE HEIMTOR

Was den Ulmern Lust bringt, sorgt in Homburg eher für Frust. Heimspiele scheinen dem FC ein Graus. Das 0:3 gegen Hoffenheim II war bereits die vierte Niederlage auf eigenem Platz. Und nicht nur das. Den Saarländern gelang nicht einmal ein Tor vor eigenem Publikum. 0:3 gegen den VfB Stuttgart II, 0:2 gegen Elversberg, 0:1 gegen die Stuttgarter Kickers. Auswärts reichte es immerhin zu vier Punkten.

Der KSV Hessen Kassel, der Homburg in der kommenden Woche im Auestadion empfängt (21. September), soll nun schon überlegen, ob er dem Gegner einen Tausch des Heimrechts anbietet. Allerdings können die Löwen, die am Mittwoch im Bezirkspokal beim Hessenligisten FSC Lohfelden antreten (17.30 Uhr), auch eine Statistik dagegen stellen: Unter dem neuen Trainer Tobias Cramer sind sie im Auestadion in dieser Saison ungeschlagen. (frz)

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