Unentschieden im Testspiel

Schnellcheck: KSV Hessen feiert Achtungserfolg gegen Zweitligist Braunschweig

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Kassel. Tore gab es zwar keine im Auestadion, aber ein Achtungserfolg war es allemal: Gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig erkämpfte sich Fußball-Regionalligist KSV Hessen im Testspiel ein 0:0. Der Schnellcheck:

Wie war denn das Spiel der Löwen gegen die Löwen? 

Die erste Halbzeit war vor allem taktisch geprägt. Der KSV startete aus einer disziplinierten Defensive, Braunschweig kam zu ersten Chancen. Die machte aber der Kasseler Torwart Niklas Hartmann bravourös zunichte. Er klärte gleich zweimal gegen Philipp Tietz (14., 24.). Und die Gastgeber? Die lauerten auf Konter. Einen davon hätte der agile Marco Dawid nutzen können, doch er handelte in der 25. Minute zu uneigennützig. Wenig später scheiterte Tobias Damm nach einem Drehschuss (27.). Die Schlussphase gehörte dann wieder dem Zweitligisten. Zunächst kratzte Sergej Schmik einen Ball von der Linie (41.), dann parierte Hartmann erneut mustergültig gegen Onel Hernandez (43.). Nach der Pause verflachte die Partie – und das, obwohl die große Wechselwelle noch gar nicht eingesetzt hatte. Die erste Chance der Braunschweiger im zweiten Durchgang hatte Kyemereh Gyamfi, der in der 67. Minute freistehend über Hartmanns Kasten schoss. Wenig später entschied der KSV-Keeper auch das dritte Duell gegen Tietz für sich (69.). Auch wenn sich Hartmann in der 84. Minute noch eine kleine Unsicherheit leistete und Tietz auch seine vierte Chance vergab (88.), war der Schlussmann der Gastgeber der Garant dafür, dass die Null auch am Ende noch stand.

Wie haben sich die Kasseler Löwen kurz nach dem Trainingslager präsentiert?

Ein paar müde, schwere Beine konnten sie nicht verbergen. Aber der KSV hat mit dem Zweitligisten gut mitgehalten und präsentierte neben einer geordneten Defensive um die Innenverteidiger Henrik Giese und Mounir Boukhoutta auch vielversprechende Ansätze im Spiel nach vorn. In der ersten Halbzeit versuchte Adrian Bravo Sanchez das Spiel zu dirigieren, Nicolai Lorenzoni machte immer wieder Druck über die Außenposition. Bei den derzeitigen Testspielern Lucas Albrecht, Nedim Pepic und Yassine Khaddraoui gibt es in Sachen Verpflichtung noch keinen neuen Stand.

Wie ist Braunschweig in Kassel aufgetreten? 

Irgendwie scheint es meist so zu sein, dass der Mannschaftsbus eines Erst- oder Zweitligisten der heimliche Star ist. Zumindest ließen sich wieder etliche Fans davor ablichten. Ansonsten war klar, wessen Spieler in der Gunst der Fans ganz oben stand: Domi Kumbela. Der Mann, der bereits zum dritten Mal zu Eintracht Braunschweig gewechselt ist, zierte mit seinem Namen jedes zweite Trikot. Und der Kongolese war sogar zusammen mit Teamkollege Marcel Correia als Erster im Stadion. Das hatte für die Anhänger aus Niedersachsen allerdings dann einen bitteren Grund: Der 32-jährige Publikumsliebling war angeschlagen und drehte nur vor dem Spiel seine Runden im Auestadion. Gegen den KSV kam er nicht zum Einsatz.

Gab es denn einen Aufreger?

Sagen wir es mal so: Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht hat sich in der 21. Minute mal so richtig aufgeregt. Sein Wutausbruch beschallte das sonst eher ruhige Auestadion. Mit wem oder was er nicht zufrieden war, konnte jedoch nicht abschließend geklärt werden. Ansonsten handelte sich Ex-KSVer Maximilian Sauer Pfiffe ein, als erLorenzoni an der Seitenlinie rustikal abräumte (13.).

Wie war die Stimmung im Auestadion? 

Angesichts der 800 Zuschauer gab es jetzt nicht unbedingt ein Duell der Fanchöre. Dafür waren aber auch zu wenig Braunschweiger Anhänger im Stadion. Immerhin hallten nach einer halben Stunde die ersten KSV-KSV-Rufe durchs Rund. Und als Dawid und Damm in der 68. Minute ausgewechselt wurden, gab es jede Menge Applaus. Ein Hauch von Aufbruchstimmung.

KSV: Hartmann – Schmik, Giese, Boukhoutta (46. Künzel), Lorenzoni (76. Rakk) – Evljuskin (46. Brill), Bravo Sanchez (46. Khaddraoui) – Damm (68. Najjer), Albrecht (81. Korell), Korb – Dawid (68. Sattorov)

Braunschweig:  Engelhardt – Sauer (78. Ofosu-Ayeh), Decarli, Matuschyk, Reichel – Kyemereh, Moll, Schönfeld (75. Boland), Hernandez – Ademi, Tietz

SR: Bauer (Ober Möllrich)

Z: 800

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