2:1-Sieg in Pirmasens: Toller Start für neue Löwen

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So lässt es sich jubeln: Die KSV-Spieler Adrian Bravo Sanchez , Henrik Giese, Lucas Albrecht, Frederic Brill, Sergej Schmik, Nael Najjer und Mounir Boukhoutta (von links) feiern ihren Sieg in Pirmasens.

Pirmasens. So haben sie sich das alle gewünscht: Der Trainer. Die Spieler. Die Klubverantwortlichen. Und die Fans sowieso.

Als die ersten 90 Minuten der Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest gespielt waren, da feierten die Akteure des KSV Hessen Kassel lautstark am Fanblock mit ihren Anhängern.

„Auswärtssieg, Auswärtssieg“, schallte es immer wieder durch das Stadion Husterhöhe in Pirmasens. 2:1 (1:1) hieß es für die Gäste. Hochverdient. Die wichtigsten Aspekte des tollen Saisonstarts:

Der Kapitänsschock

Musste nach dem Aufwärmen passen: Tobias Damm.

Das sah doch alles gut aus: Tobias Damm stand in der Startaufstellung, kam zum Aufwärmen auf den Platz – und musste doch passen. Trainer Tobias Cramererklärte später, was mit dem Kapitän passiert war: „Tobi hatte schon vorher Verspannungen im Rücken. Er hat es probiert, dann aber signalisiert: Es geht nicht.“ Für Damm rückte Adrian Bravo Sanchez, der Neuzugang aus Lohfelden, in die Startformation,

Der Spielverlauf 

Selbst Peter Tretter, Trainer der Gastgeber, gestand nach der Partie: „Kassels Sieg war hochverdient.“ Das eigentlich Überraschende: Die Gäste verließen sich nicht allein auf solide Abwehrarbeit und gelegentliche Konter. Gegen enttäuschende Pirmasenser waren sie über weite Strecken das spielbestimmende Team, ließen sich auch durch den zwischenzeitlichen Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen. Der resultierte aus einem umstrittenen Handelfmeter. Mounir Boukhoutta war angeschossen worden, Schiedsrichter Fritsch sah den Arm des Verteidigers in unnatürlicher Haltung. Cramer meinte: „Der Ball wurde noch abgefälscht bevor er Boukhoutta traf. Den muss man nicht geben.“ Benjamin Auer verwandelte zum zwischenzeitlichen 1:1 (22.).

Die Tordoublette 

Es war jeweils die 15. Minute der beiden Halbzeiten, in denen der KSV zu seinen Treffern kam. Und nicht nur das: Beide Torschützen waren Neuzugänge der Löwen. Das 1:0 erzielte Sascha Korb (15.) mit einem Schlenzer ins rechte Ecke. Marco Dawid hatte die schöne Vorarbeit geliefert, sich vom rechten Flügel in den Strafraum gespielt und dann zu Korb gepasst. In der 60. Minute war es dann Lucas Albrecht, der das 2:1 erzielte. Vor der Pause hatte der Stürmer bereits ein Großchance nach Korbs Zuspiel vertan, diesmal machte es der 25-Jährige besser, war im Nachschuss zur Stelle. Auch hier kam die Vorarbeit über den rechten Flügel.

Der Jugenddrang 

In der Schlussphase, es galt die knappe Führung über die Zeit zu bringen, da begann die Phase der Wechsel. Tobias Cramer brachte Nael Najjer, 20 Jahre alt. Er brachte Yassine Khadraoui, 19 Jahre. Und schließlich Niklas Künzel, 20 Jahre. So viel Jugend – ein Risiko? „Möglich, aber ich werde die Jungs immer wieder reinwerfen, auch wenn es brennt“, sagte der Trainer. Sein Vertrauen wurde belohnt, denn aus soviel Jugendlichkeit entsprang großer Drang.

In der Schlussphase nutzten die Gäste den Platz, den aufrückende Pirmasenser ihnen ließen, zu einem Konter nach dem anderen. Immer wieder beteiligt: Künzel. Khadraoui. Und vor allem Najjer. Als er zweimal allein auf Torhüter Daniel Kläs zustürmte und scheiterte, da merkte man aber auch die mangelnde Erfahrung in solchen Situationen. Pech hatte Najjer dann auch noch: Bei seinem schönen Freistoß landete der Ball an der Latte. Künzel hatte zuvor bereits den Pfosten getroffen. Tobias Cramer erklärte danach scherzhaft: „Wenn wir all unsere Chancen genutzt hätten, wären wir sogar Tabellenführer geworden.“

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