Trierer Fans wollen Stürmer kaufen

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    • 18.01.13
    • KSV Hessen
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Anhang sammelte bislang 10.500 Euro

Trierer Fans wollen Stürmer kaufen

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Kassel. Ungewöhnliche Aktion beim Fußball-Regionalligisten Eintracht Trier. Fans vom Konkurrenten des KSV Hessen Kassel sammeln derzeit Geld für einen Stürmer. Mit Erfolg.

Da jubelten sie: Beim 2:0-Sieg von Eintracht Trier in Kassel wurden die Gäste von einigen Fans begleitet. Jetzt sammeln sie für einen Stürmer. Foto: Fischer

Da jubelten sie: Beim 2:0-Sieg von Eintracht Trier in Kassel wurden die Gäste von einigen Fans begleitet. Jetzt sammeln sie für einen Stürmer. Foto: Fischer

„Bislang haben wir 10 500 Euro gesammelt“, sagt Daniel Emanuel (31) vom Fanclubdachverband der Trierer. Kurz vor Weihnachten kam ein Fan in einem Internetforum auf die Idee, für einen torgefährlichen Stürmer Geld zu sammeln. Denn ganz Trier träumt vom Aufstieg in die Dritte Bundesliga. Dann ging alles ganz schnell. Ein Konto wurde eröffnet, die Presse informierte, und schon waren die ersten Beträge eingegangen.

„Das Geld ist zweckgebunden“, sagt Emanuel. Wenn bis zum 31. Januar kein passender Offensivspieler gefunden wird, fließt das Geld in die Jugendabteilung des Vereins. Der neue Stürmer soll erst mal einen Vertrag bis zum Saisonende erhalten. Doch wieviel muss man dafür einsammeln? Emanuel: „15 000 Euro sollen es schon sein, hat uns der Trainer gesagt.“ Gut möglich, dass die Eintracht das Ziel erreicht. Dabei hat der Tabellenvierte mit Chhunly Pagenburg (16 Saisontore) den mit Abstand torgefährlichsten Spieler der Regionalliga in seinem Kader. „Das ist aber auch der einzige, der trifft. Außerdem ist er sehr verletzungsanfällig“, sagt Emanuel.

Beim KSV Hessen Kassel wird das Fan-Projekt auch eher positiv gesehen. „Für den Verein ist das natürlich klasse“, sagt KSV-Sprecher Torsten Pfennig. Er schränkt aber ein: „Fans geben so oder so schon sehr viel Geld für einen Verein aus.“ Eigentlich sei der Verein an sich für Spielerverpflichtungen zuständig. „So eine Aktion ist eine tolle Sache, muss aber von den Fans angestoßen werden“, sagt Pfennig.

Das klappt bei Eintracht Trier. Die Aktion „Einer geht noch rein“ könnte bei Erfolg Schule machen.

Von Daniel Schneider

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