Wenn Siggi liest, rücken die Löwen zusammen

Löwen und Unterstützer vor der Alten Wache: Michael Krannich, Matthias Hartmann, Rolf Hocke, Martina Werner, Tobias Cramer und Gastgeber Claudio Carciola. Foto:s Schachtschneide

Es war ganz schön eng in der Alten Wache am Kasseler Schlosshotel. Michael Krannich nahm die Sache aber mit Humor. „Wir rücken zusammen. Das ist ja ohnehin unser Motto“, so begrüßte der Marketing-Mann des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel die rund 120 Gäste, die der Einladung zum Sponsorenabend in das Restaurant von Adriana und Claudio Carciola gefolgt waren – und die Kapazität der Räumlichkeiten fast sprengten.

Ob es gewachsenes Interesse an den sportlich so überraschend erfolgreichen Löwen ist? KSV-Vorstandsmitglied Matthias Hartmann stellte jedenfalls erfreut fest: „Wir wollten eine neue Basis legen. Heute sind wir viel weiter, als wir im Sommer erwarten konnten.“

Dafür verantwortlich ist natürlich vor allem die komplett anwesende erste Mannschaft mit ihrem Trainer Tobias Cramer. Der erhielt den stärksten Beifall des Abends, als er erklärte: „Wir sind nahbar. Wir sind sympathisch. Wir wissen, was wir können. Und wir bleiben am Boden.“

Der Trainer lieferte damit gute Argumente für das Thema, um das es natürlich hauptsächlich gehen musste an diesem Abend: das liebe Geld. Der KSV braucht in schwierigen Zeiten seine Sponsoren – alte wie neue. Rolf Hocke, der frühere DFB-Vizepräsident und nun wichtige Unterstützer des Vereins, malte nicht ohne Grund das Horrorszenario einer Insolvenz an die Wand: „Dann dient das Auestadion nur noch einmal im Jahr für den Einlauf beim Marathon.“ Hocke deutete am Rande der Veranstaltung aber an, dass bei der Suche nach Geldgebern und Förderern bald erste Erfolge zu vermelden seien. Unterstützung erhielt er aus der Politik. Die Europaabgeordnete Martina Werner kam aus Straßburg und hatte so die sicher weiteste Anreise. Landtags-Mitglied Wolfgang Decker war nicht persönlich da, ließ aber schriftlich seine Unterstützung für Hockes Bemühungen um den Aufbau eines neuen Förderkreises ausrichten.

Bevor dann italienische Köstlichkeiten gereicht wurden, kam der „Siggi“. KSV-Spieler Sergej Evljushkin las aus seinem Buch ein Kapitel über Träume. Auch das passte zu einem Abend mit zusammenrückenden Löwen.

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