Leichtathletik-DM im Auestadion: Titelträger lösen Ticket für Olympische Spiele

Los geht’s: Gesa Felicitas Krause startet am Samstag als Favoritin auf der 3000-Meter-Hindernisstrecke. Der Startschuss fällt um 14.05 Uhr. Foto: nh

Kassel. Die Deutsche Meisterschaft der Leichtathleten kehrt zurück ins Kasseler Auestadion. Am Samstag und Sonntag kämpfen nach 2011 wieder rund 1300 Athleten aus ganz Deutschland um die nationalen Titel. Ein Überblick nach der offiziellen Pressekonferenz des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) Im Kasseler Hotel „La Strada“:

Die Wettkämpfe

34 Einzelentscheidungen und die Staffelwettbewerbe werden für reichlich Spannung sorgen. Die Wettkämpfe beginnen am Samstag um 10 Uhr, die erste Finalentscheidung ist der Hammerwurf der Frauen am Samstag ab 11.30 Uhr. Am Sonntag geht es um 12.30 Uhr weiter, die letzte Entscheidung fällt um 18.35 Uhr im 4x400-Meter-Lauf der Männer.

Die Nominierung für Rio

Eine ganze Reihe deutscher Top-Leichathleten muss noch um das Olympia-Ticket zittern. Die DM in Kassel wird zum entscheidenden Faktor auf dem Weg nach Brasilien im August. Die Deutschen Meister und Meisterinnen können davon ausgehen, bei erfüllter Normanforderung am 28. Juni oder spätestens am 12. Juli vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für die Reise nach Rio nominiert zu werden.

Gestern äußerte sich Idriss Gonschinska als DLV-Cheftrainer zum Thema Nominierung: „Kassel ist für unsere Athleten ein Meilenstein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen. Wir haben beim Diskuswurf, beim Stabhochsprung oder im Speerwurf der Frauen eine hohe Leistungsdichte, sodass wir mit richtig spannenden Wettkämpfen rechnen können.“ Zudem werde es in den Laufdisziplinen überaus taktische Rennen um die Meisterschaft geben. Gonschinska machte aber deutlich, dass es für die nationale Leichtathletik-Elite auch um die Nominierung für die Europameisterschaften in Amsterdam (6. bis 10. Juli) geht. „Am Montag treffen wir die Entscheidung über die rund 100 EM-Athleten.“

Kassel als Standort

Die Meisterschaften seien ein erheblicher Imagegewinn für Kassel, sagte am Donnerstag Andreas Bilo, Geschäftsführer von Kassel Marketing. „Es ist schön zu sehen, wie das Stadion mit Leben gefüllt wird. Das tut der Stadt richtig gut“, sagte zudem Dr. Andrea Fröhlich, Leiterin des Kasseler Sportamtes.

Auch für die Zukunft sei am Kasseler Auestadion kein Vorbeikommen, freute sich Anja Wolf-Blanke. Die Präsidentin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes hätte sich durchaus auch für 2017 eine erneute Bewerbung um die Deutschen Meisterschaften vorstellen können, wenn nicht die documenta in Kassel stattfinden würde.

Neben Braunschweig, Nürnberg, Ulm, Erfurt und Wattenscheid befinde man sich aber mit dem Auestadion in einer günstigen Ausgangslage für weitere Titelkämpfe: „Es wird auch in der Zukunft wieder eine Kasseler Bewerbung geben“, sagte Präsidentin Wolf-Blanke.

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