Das waren die Höhepunkte

Die Top 5 der Leichtathletik-DM im Kasseler Auestadion

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Wieder Meisterin in Kassel: Martina Strutz gewinnt die Konkurrenz im Stabhochsprung.

Kassel. Die Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft - das sind nicht bloß Höhen und Weiten. Hier sind unsere Top 5 des Wochenendes:

1. Die Schnellsten: Viel hat man nicht von ihnen. Kaum ist der Startschuss gefallen, da sind sie schon wieder vorbei: die 100 Meter. Den Anfang machten im Auestadion die Frauen. Zwei Meter Gegenwind, aber Tatjana Pinto war nicht zu bremsen. Nach 11,22 Sekunden lief die Paderbornerin über die Ziellinie: „Ich hoffe, dass ich bei den kommenden Großereignissen wieder eine gute Leistung bringen werde. In Deutschland hat die Leistungsdichte zugenommen. Da ist es nicht selbstverständlich, den Titel zu holen“, sagte die 23-Jährige.

Kurz nach ihr sicherte sich mit Julian Reus der haushohe Favorit und mehrfache Meister erneut den Titel des schnellsten Mannes in Deutschland. 10,30 Sekunden standen zu Buche, und sein Fazit lautete: „Ich bin im Plan für Olympia. Das Rennen war gut, und Kassel hat ein Top-Stadion. Vor den vielen Zuschauern hätte ich gern noch eine bessere Leistung gezeigt.“

2. Der Abschied: Nein, ein Comeback wird es nicht geben. Mit Betty Heidler verabschiedete sich eine der ganz großen deutschen Leichtathleten von der nationalen Bühne. „Das war meine letzte Deutsche Meisterschaft, und ich habe den Wettbewerb sehr genossen“, sagte die Frankfurterin nach ihrem Sieg im Hammerwerfen. Mit 75,32 Meter ließ sie ihre Vereinskameradin Kathrin Klaas (69,95) deutlich hinter sich und bewies mit ihrem 11. Meistertitel einmal mehr ihre nationale Dominanz. Heidlers Augenmerk richtet sich jetzt auf die EM und die Olympischen Spiele, bei denen sich die 32-Jährige ein letztes Mal mit der internationalen Konkurrenz messen will. „Danach komme ich nur noch als Zuschauerin zu Deutschen Meisterschaften“, sagte die Polizeibeamtin, die im Hammerwurf eine Lücke hinterlässt, die im Moment keine Nachfolgerin zu füllen imstande ist.

3. Die Ehrenrunde: Cindy Roleder war nicht nur vor der TV-Kamera gefragt. Nach ihrem Sieg über 100 Meter Hürden in der starken Zeit von 12,86 Sekunden durfte sich die 26-jährige Sprinterin erst einmal auf eine Ehrenrunde begeben und sich von den Zuschauern gebührend feiern lassen. Das hatte sie sich verdient. Nach dem Rennen sagte Roleder: „Vielen Dank an das tolle Publikum.“

4. Die Spannung: Was wäre der Sport ohne packende Wettkämpfe? Eben. Zum Glück gab es davon eine ganze Reihe im Kasseler Auestadion. Wie vor fünf Jahren sorgten die Stabhochspringerinnen für ein wahres Spektakel auf der Anlage vor der Nordkurve. Und wie 2011 siegte Martina Strutz, die als Einzige über 4,70 Meter sprang, und das im dritten Versuch. Dazu gab es Rockmusik und rhythmisches Klatschen - so macht Leichtathletik richtig Spaß. Das ist Spannung, und das ist auch ein bisschen Party. „Am Ende schien sogar die Sonne. Besser geht’s nicht. Nach Kassel komme ich immer gern“, sagte die strahlende Siegerin.

Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft im Auestadion - Teil 1

5. Die Jugend: Eines haben die Wettkämpfe in Kassel gezeigt: Um die Zukunft der deutschen Leichtathletik muss einem nicht bange werden. Die Jugend trumpfte auf. Allen voran Christin Hussong. Die 22-Jährige warf den Speer auf die Weltjahresbestweite von 66,41 Meter und setzte sich damit gegen die starke Konkurrenz durch. „Ich komme meinem Traum von Rio immer näher“, sagte Hussong.

Für Furore sorgten ebenfalls Gina Lückenkemper (19) und Lisa Mayer (20), die Erste und Zweite über 200 Meter. Beide haben die Norm für die Olympischen Spiele bereits in der Tasche. Und dann ist da noch Thomas Röhler. Der Weltjahresbeste ist 24 Jahre jung und holte im Auestadion seinen fünften Meistertitel im Speerwurf. „Die Meisterschaft gibt mir Schwung für Rio“, sagte Röhler und fasste damit das Motto für viele Athleten in Kassel zusammen.

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