Mayer komplettiert deutsches Desaster am Rothenbaum

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Florian Mayer ist in Hamburg im Achtelfinale ausgeschieden. Foto: Bodo Marks

Florian Mayer träumte vom Halbfinale gegen Nadal, nun war schon im Achtelfinale gegen Seppi Schluss. Damit schied der letzte Deutsche in Hamburg aus.

Hamburg (dpa) - Florian Mayer hat das deutsche Desaster am Hamburger Rothenbaum nicht verhindern können. Als letzter von drei deutschen Tennisprofis schied der lange verletzte 31-Jährige im Achtelfinale des ATP-Turniers durch das 6:4, 2:6, 3:6 gegen Andreas Seppi aus Südtirol aus.

7000 Zuschauer fieberten bei herbstlichen Temperaturen auf dem Centre Court mit, als der Halbfinalist von 2010 im ersten Satz die Nase vorn hatte. Ein richtiger Winner-Schlag und das Selbstbewusstsein fehlte dem Bayreuther nach seiner langwierigen Schambeinentzündung und einem Jahr Pause aber. Als die Nummer 26 der Welt das Tempo anzog, konnte Mayer nicht mehr mithalten.

Damit platzte nach 1:37 Stunden auch der Traum von einem möglichen Halbfinale gegen Rafael Nadal. Der Spanier spielte im Anschluss gegen den 22-jährigen Tschechen Jiri Vesely. "Ja klar, ich war lange draußen und muss mir alles wieder hart erarbeiten", sagte Mayer, der bei seinem zehnten Hamburg-Start eine Runde weiterkam als Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und der Hamburger Alexander Zverev.

Gegen den an Nummer vier gesetzten Italiener Seppi erwischte Mayer einen guten Start und ging mit einem Break zum 4:3 in Führung. "Das war eine Topleistung, viel besser kann ich nicht spielen, ich habe unglaublich aufgeschlagen", meinte Mayer. Danach habe die Kraft etwas nachgelassen, er wurde passiver.

Mit zunehmender Dauer wurde deutlich, dass dem Bayer das Selbstvertrauen aus jüngeren Jahren fehlt. "Eine wichtige Erkenntnis ist, dass ich absolut konkurrenzfähig bin. Ich brauche mehr Matches auf dem Niveau", sagte Mayer nach seinem Aus bei der mit 1,285 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung.

Wegen seiner Verletzung hat der Davis-Cup-Spieler noch eine medizinische Ausnahme-Erlaubnis, die er aber nur für neun Turniere in Anspruch nehmen darf. In der Hansestadt gab ihm Turnierdirektor Michael Stich eine der vier Wild Cards - die er mit seinem Kampfgeist rechtfertigte. "Bis zum Jahresende will ich wieder unter die Top 100, dann komme ich direkt in die Australien Open", sagte Mayer.

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