Berlin - Der Anti-Doping-Experte Fritz Sörgel hat die Erklärung von Jan Ullrich zu dessen Fehlern in der Vergangenheit als völlig unzureichend kritisiert.

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“Er hat jahrelang gedopt. Sich jetzt mit einem Sorry zu verabschieden, ist natürlich relativ wenig“, sagte der Nürnberger Pharmakologe der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. Ex-Radprofi Ullrich hatte nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS eingeräumt, Kontakt zum Doping-Arzt Eufemiano Fuentes gehabt zu haben, dabei aber keine Einzelheiten genannt.
Sörgel bemängelte außerdem, dass Ullrich den öffentlichen Druck als Grund für seine Fehler angibt - das Wort Doping in der Erklärung auf der Homepage aber kein einziges Mal auftaucht. “Das unterscheidet den großen Sportler vom ganz normalen Betrüger“, erklärte der Wissenschaftler. Ullrich hätte Details nennen können und wäre damit auch ein Vorbild im Anti-Doping-Kampf gewesen. “Aber dazu hat er die Größe nicht gehabt“, meinte Sörgel. “Wenn wir Sportler in Zukunft so aus der Verantwortung lassen, ist das natürlich nicht gut.“
dpa



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