MT gewinnt auch Rückspiel – Donnerstag Auslosung

Europapokal: Allendorf spielt groß auf gegen Zamet

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Glückwünsche vom Kollegen: Johannes Sellin (links) gratuliert Linksaußen Michael Allendorf zu dessen 13 Treffern im Rückspiel gegen Zamet.

Kassel. Souverän und spielerisch leicht hat die MT Melsungen die Gruppenphase der besten 16 Teams des EHF-Pokals erreicht. Dem 34:23-Sieg in Rijeka ließ der heimische Handball-Bundesligist ein 32:20 gegen HC Zamet folgen und wartet nun gespannt auf die Auslosung am Donnerstag, 1. Dezember, in Wien.

Mit klarem Ziel. „Wir wollen diesmal einen Schritt weiter machen als bei der letzten Europapokalteilnahme vor zwei Jahren“, sagt Linksaußen Michael Allendorf, mit 13/4 Treffern erfolgreichster Torschütze seiner Mannschaft. Womit nach der Gruppenphase das Überstehen des Viertelfinals und damit der (erstmalige) Einzug ins Final Four gemeint ist.

Mindestens sechs oder höchstens zehn Spiele „extra“ also, auf die sich Arjan Haenen besonders freut, denn sie verheißen Spielpraxis für die Melsunger Nummer zwei auf Rechtsaußen, der in der Bundesliga hinter dem gesetzten Johannes Sellin bisher kaum zum Zuge kam. „Natürlich will ich spielen und zeigen, was ich kann“, erklärte der Linkshänder. Wie gegen Zamet. Da ließ der Ex-Lemgoer vor 2152 Zuschauern im Eins gegen Eins seine Klasse genauso aufblitzen wie beim Tempogegenstoß. Seine Ausbeute: fünf Tore bei sechs Versuchen.

Mit Svetislav Verkic konnte ein weiterer Reservist auf sich aufmerksam machen. Mit elf gehaltenen Bällen plus zwei Siebenmetern lag die Quote des MT-Schlussmannes nach seiner Einwechslung in der zweiten Hälfte bei mehr als 50 Prozent. Besonders spektakulär wie unspektakulär der 35-Jährige die Würfe der Kroaten fast abtropfen ließ, indem er immer schon da stand, wo der Ball hinkam. Der vorentscheidende 6:0-Lauf zum 22:13 (39.) ging dann auch vorrangig auf sein Konto, als der Serbe seinen Kasten völlig zunagelte.

„Eine solche Torwartleistung wünsche ich mir von ihm nun auch in der Bundesliga“, sagte Trainer Michael Roth. Und spannte damit den Bogen zum bisher nicht so erfolgreich gemeisterten Kerngeschäft. Zum Durchatmen habe seine von der Derbyniederlage gegen Wetzlar geplagte Mannschaft das Europapokal-Intermezzo genutzt (und gebraucht), durch die zwei klaren Erfolge laut Kreisläufer Felix Danner „Selbstvertrauen getankt“.

„Kein Gradmesser“

Mehr aber auch nicht angesichts eines Gegners, „der kein Gradmesser für die Bundesliga ist“ (Allendorf). Eine Art Ruhe vor dem Sturm, der schon am Mittwoch (mit dem THW Kiel) aus dem Norden heranzieht, ehe die MT bis zum Jahresende fünf weitere Male in der Bundesliga sowie im DHB-Pokal-Viertelfinale in Flensburg ran muss. Erst danach bietet sich auf Europas Bühne wieder die Chance durchzuatmen. Und durchzustarten.

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