MT-Profis werden zwischen Training und Test über gesunde Ernährung aufgeklärt

Auch etwas Süßes ist erlaubt

Gut gestärkt: Beim Fotoshooting in der Kasseler Rothenbach-Halle bedienen sich Timm Schneider (links) und René Villadsen am Buffet. Foto: Koch

Kassel. In der Vorbereitung auf eine Saison in der Handball-Bundesliga sind die Spieler der MT Melsungen besonderen Belastungen ausgesetzt. Drei kräftezehrende Übungseinheiten pro Tag? Fast die Regel. Ein Hochleistungssportler wie der 35 Jahre alte Spielmacher Nenad Vuckovic benötigt pro Tag bei einer Körpergröße von 1,92 m und bei einem Gewicht von gut 100 Kilogramm etwa 4000 Kalorien.

Um das Bewusstsein der MT-Profis für eine angemessene Ernährung zu schärfen, gab Melsungens Fitness- und Athletiktrainer Lutz Anders, der sich durch entsprechende Fortbildungen auch auf diesem Gebiet auskennt, dem Team im Trainingslager an der Mecklenburgischen Seenplatte einige Tipps zur richtigen Energieaufnahme mit auf den Weg. „Man darf nie etwas verpönen. Das wäre nicht richtig“, erläutert Anders, „Salat liefert genauso wie Schokolade die Energie, die der Körper braucht.“

Nach getaner Arbeit durften sich die Spieler im Robinson Club Fleesensee sogar guten Gewissens ein Feierabendbierchen an der Bar genehmigen.

„Es ist nicht verkehrt, mal ein Bier zu trinken. Aus meiner Sicht gehört dies zu einer gesunden Ernährung dazu“, sagt Anders, „der Körper besitzt die Organe, um den Alkohol zu verarbeiten.“ Als zu Beginn der Vorbereitung drei Tage lang Fotos von der Mannschaft für die kommenden Saison gemacht wurden, standen für die Spieler nicht nur belegte Brötchen, sondern auch Gebäckstückchen und andere süße Leckereien bereit.

Cheftrainer Michael Roth hatte sich zur besseren Planung des Trainingslagers vorab ein Bild von den Bedingungen auf der Anlage in Göhren-Lebbin gemacht – dazu gehörte auch, dass er sich einen Eindruck von den kulinarischen Genüssen macht, die den Gästen dort geboten werden. So brauchte er keine besondere Empfehlung an den Küchenchef Peter Eckart zu geben. „Wenn ein Salatbuffet vorhanden ist, Fisch und Fleisch zu bekommen sind, ist alles in Ordnung“, erklärt Roth. Dieser hat auch nichts dagegen, wenn sich seine Mannen mal einen Hamburger gönnen: „So etwas freut die Jungs auch.“

Bei Spielen zu Auswärtsfahrten, bei denen noch die eine oder andere Mahlzeit eingeplant werden muss, klärt der Trainer im Hotel allerdings ab, dass sich seine Handballer mit Puten- oder Hähnchenfleisch, Reis und Nudeln sowie Gemüse stärken können. „Nur keine fettigen Soßen dürfen dabei sein.“

Von Björn Mahr

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