17-jähriger Rechtsaußen für Junioren-Nationalteam nominiert

MT Melsungen: Auch Ignatow fährt zur EM

Zielstrebig: MT-Talent Dimitri Ignatow. Archivfoto:  Hahn

Melsungen/Kassel. Nach Johannes Golla (18) mit der U20 fährt ein weiteres Handball-Talent der MT Melsungen zu einer Junioren-Europameisterschaft: Rechtsaußen Dimitri Ignatow (17) wurde für die kontinentalen Titelkämpfe U 18 vom 11. bis 21. August in Koprivnica (Kroatien) nominiert.

„Ich war seit 2015 mit einer Unterbrechung schon im DHB-Kader, deshalb ist die Berufung jetzt keine Überraschung mehr, aber dennoch eine ganz tolle Sache“, sagte Ingnatow gestern, nachdem die Trainer Jochen Beppler, André Haber und Klaus Langhoff das Aufgebot benannt hatten.

Dimitri Ignatow („mit w am Ende bitte“) war 2005 als Kind mit der Familie aus Kasachstan nach Nordhessen gekommen. In Fuldabrück-Dennhausen wuchs er auf, bei der TSG Dittershausen und danach vier Jahre lang beim GSV Eintracht Baunatal erhielt er seine sportlich gute Grundausbildung. „Insbesondere Markus Berchten war der Trainer, die mir dann die nötige Ernsthaftigkeit vermittelt und mich vorangebracht haben“, berichtet der Linkshänder, der im September 18 wird. Bei einem Einsatz in der Hessenauswahl habe dann MT-Jugendkoordinator Axel Renner bei ihm „und bei meinem besten Kumpel Magnus Rulff angefragt“.

Mit Erfolg. Im vergangenen Sommer wechselte das Großenritter Duo zur MT, ebenso wie Torwart Marian Mügge. In Melsungen wohnt Ignatow gemeinsam mit Mügge nun in der kleineren von zwei Wohngemeinschaften, betreut von Bärbel Deutschmann. „Ich habe den richtigen Schritt gemacht, gerade das letzte Jahr hat mich enorm weiter gebracht“, sagt Ignatow, der auf dem Weg zum Fachabitur nun von der Oskar-von-Miller-Schule in Kassel zur Radko-Stöckl-Schule in Melsungen wechselt.

Eine Einschätzung, die auch MT-Trainer Georgi Sviridenko teilt. „Dimitri hat athletisch enorm zugelegt, ist dynamisch und schnell“, urteilt er über den 75 kg schweren und 1,74 m großen Rechtsaußen. Individuelles und zusätzliches Training habe sich ausgezahlt, „der Junge hat in der A-Jugend und im Oberliga-Team alle begeistert“, so Sviridenko. Folglich sei Ignatow zukünftig in der zweiten Mannschaft fest eingeplant, „und auch für das Bundesliga-Team ist er ein interessanter Spieler.“

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