Carstens-Team richtig gut drauf

MT in vier Tagen zweimal gegen GWD

Freut sich über Bonuspunkte: Frank Carstens, Trainer von Aufsteiger GWD Minden. Foto: dpa

Minden. Sie sind wieder da, die Handballer von GWD Minden. Der Traditionsklub schaffte nach dem unglücklichen Abstieg 2015 prompt die Rückkehr ins Oberhaus, nachdem er 2011 und 2012 noch zwei Ehrenrunden in der 2. Liga drehen musste.

Eine souverän gelöste „Herzensaufgabe“ von Frank Carstens, dem ehemaligen Spieler der Grün-Weißen, der sich nun der nächsten Mission beim Ex-Meister annimmt: dem Klassenerhalt.

„Nur darum geht’s“, sagt der 45-jährige Coach, als wolle er nach dem richtig guten Start in die neue Saison vorsorglich auf die Euphoriebremse treten. Auch was die kommenden zwei Partien gegen die MT Melsungen – am morgigen Mittwoch im DHB-Pokal-Achtelfinale ab 19 Uhr in der eigenen Kampa-Halle und am Samstag ab 19 Uhr im Meisterschaftsspiel in der Rothenbach-Halle – betrifft. Denn: „Da sind wir klarer Außenseiter.“

Dabei trennt den Neuling und den Europapokalteilnehmer derzeit nur ein Punkt. „Wir sind über Soll“, lautet Carstens’ Zwischenbilanz angesichts von „drei Bonuszählern“ in fremden Hallen. In eigener (zwei Siege) haben sie ihre Hausaufgaben gemacht und zuletzt beim 34:24 gegen den SC Magdeburg sogar einen echten Coup gelandet. Von einem „Glanztag“ spricht der GWD-Trainer, „an dem alles auf höchstem Niveau geklappt hat“. Die überragende Deckungsarbeit als Basis für ein erfolgreiches Umschaltspiel etwa, oder die Achse Doder-Larsson, was in neun Toren des Kreisläufers mündete.

Da scheint sich eine Mannschaft dafür belohnen zu wollen, dass sie ein Jahr in den Niederungen der 2. Liga nicht immer glanzvoll, aber mit dem nötigen Erfolg ihren Job machte. Und als sicherer Zweiter hinter Erlangen aufstieg. „Die Motivation war nicht einfach“, gesteht der im Februar 2015 engagierte Carstens.

Einer der wenigen Vorteile der Zweitklassigkeit: Talente wie Marian Michalczik konnten reifen und Christoffer Rambo, 2013 mit großen Hoffnungen von Dunkerque verpflichtet, sich nach und nach (endlich) an die raue Bundesliga-Luft gewöhnen. Dergestalt, dass der Norweger nun mit Spielmacher Doder und dem schwedischen Neuzugang Freiman eine höchst durchschlagskräftige Aufbaureihe bildet. Auch weil Helge Freiman, der eher spielerisch als mit brachialer Wurfkraft zu seinen Toren kommt, „richtig gut eingeschlagen hat“. Der andere Neue, Kreisläufer Magnus Gullerud, ist genauso verletzt wie Torjäger Bilbija.

So kommt es, dass da derzeit ein krisengestähltes Team für Furore sorgt. Das hinfiel und wieder aufstand. Und nun obenauf ist, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.

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