Im Bergischen wird jetzt gehuht

Gibt den Takt vor: Arnor Thor Gunnarsson (rechts) vom Bergischen HC jubelt mit den Fans. Foto:  Screenshot BHC

Kassel. Auffälligkeiten in der Handball-Bundesliga: Melsungen freut sich über Begeisterung der Zuschauer.

Die Füchse marschieren, die Löwen aus dem Bergischen Land machen’s wie die Isländer, und die MT Melsungen freut sich nicht nur über den zweiten Saisonsieg, sondern auch über die wachsende Treue der Zuschauer. Es gab also einiges zu feiern in der Handball-Bundesliga:

Feiern wie die Melsunger 

Nach dem Fehlstart in die Saison scheint es beim nordhessischen Bundesligisten nun bergauf zu gehen. Der Heimsieg gegen Göppingen nach toller kämpferischer Leistung gibt Spielern, Verantwortlichen und Fans Grund zur Hoffnung, dass der Knoten endlich geplatzt ist.

Axel Geerken, Manager der MT Melsungen, freute sich zudem über den Zuspruch der Zuschauer. 3609 kamen gegen Göppingen in die Kasseler Rothenbach-Halle - eine bemerkenswerte Zahl vor dem Hintergrund, dass die MT in den ersten fünf Spielen nicht wirklich geglänzt hatte. „Die Zuschauer kommen trotzdem. Das ist klasse. Wir sind in der Region angekommen“, sagte Geerken. Auch MT-Kapitän Michael Müller hatte einen Kommentar fürs Publikum: „Wie die Fans uns unterstützt haben, ist phänomenal. Sie haben ein Gespür dafür, dass wir sie in unserer schwierigen Situation brauchen.“

Feiern wie die Isländer 

Isländer wirbeln nicht erst seit dieser Saison in der höchsten deutschen Klasse übers Parkett. Aber jetzt erst Einzug gehalten hat die besondere Form des Jubels, mit dem die Nordeuropäer während der Fußball-EM in Frankreich die Massen begeistert haben. Da für die Löwen des Bergischen HC zwei Handballer von der Insel im Atlantik im Einsatz sind, und Arnor Thor Gunnarsson zudem der Bruder von Aron Gunnarsson ist, dem Kapitän der Fußball-Nationalelf Islands, werden Siege des BHC jetzt mit einem kollektiven „Huh“ gefeiert.

Arnor Thor Gunnarsson gibt beim Klatschen den Takt vor, Torwart Björgvin Pall Gustavsson trommelt dazu. Zweimal feierten die Löwen jetzt in kürzester Zeit. Nach vier Niederlagen zu Beginn gab es nun Siege in Wetzlar und gegen Minden. Darauf? Ein kräftiges Huh.

Feiern wie die Berliner 

Es ist der perfekte Start. Die Füchse aus Berlin haben bisher alle sechs Spiele in der Liga gewonnen - und sich dazu den Titel bei der Vereins-WM in Doha/Katar erkämpft. Ein wieder erstarkter Silvio Heinevetter im Tor, ein unwiderstehlicher Paul Drux im Rückraum und vor allem ein starkes Kollektiv - die Füchse wurden den Vorschusslorbeeren bislang vollauf gerecht. Noch dazu schafft es der Klub, den Ausfall zweier Leistungsträger zu kompensieren. Anstelle der verletzten Kent-Robin Tönnesen und Fabian Wiede traf am Einheitstag ein gewisser Christoph Reißky - ein Eigengewächs der Füchse.

Zwei Tage nach dem 30:29 in Hannover wartet heute (19 Uhr/Sport 1) bereits ein harter Prüfstein auf die Hauptstädter: Rekordmeister THW Kiel kommt in die Max-Schmeling-Halle.

Von Robin Lipke und Björn Mahr

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