Auch MT-Kollege Rnic verpasst WM – Trotz Viruserkrankung Freitag Rückkehr zu schwangerer Frau

Boomhouwers Geburtstagsfete fällt flach

Jeffrey Boomhouwer

Kassel. Eine kleine Geburtstagsfeier im Kreise der Nationalmannschaftskollegen gab es nicht. „Die hätte es gegeben, wenn wir mit sieben Toren Abstand gewonnen hätten“, sagte Jeffrey Boomhouwer.

Da der Linksaußen vom Bundesligisten MT Melsungen und das Team der Niederlande das Rückspiel in der WM-Qualifikation vor 2000 Fans in Sittard gegen Polen aber lediglich mit 25:24 zu ihren Gunsten entschieden und damit scheiterten, war die Freude etwas verhalten. Vergangenen Samstag hatten sich die Osteuropäer 27:21 in Kattowitz behauptet.

„Der knappe Erfolg war für uns sicher ein weiterer Schritt nach vorn und gibt uns Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben, mehr aber leider auch nicht“, sagte der schnelle Holländer. Im Herbst muss er mit der Auswahl seines Heimatlandes in der EM-Qualifikation gegen die Mannschaften aus Dänemark, Ungarn und Lettland antreten.

An seinem 28. Geburtstag warf Boomhouwer drei Tore. Noch in der Nacht kehrte er zusammen mit seinem zukünftigen Melsunger Kollegen Arjan Haenen, der ab Juli in MT-Diensten stehen wird und auf Rechtsaußen Johannes Sellin entlasten soll, nach Deutschland zurück. „Arjan freut sich sehr auf die MT. Ich habe ihm schon ein bisschen was erzählt“, erklärte Boomhouwer.

Sein Melsunger Nebenmann Momir Rnic darf die Weltmeisterschaft im kommenden Januar in Frankreich ebenfalls nur am Fernseher verfolgen. Nachdem er mit Serbien das Hinspiel in eigener Halle gegen Ungarn bereits mit 25:26 verloren hatte, setzte es im zweiten Playoff-Vergleich mit Ungarn eine 25:30-Niederlage vor 5000 Zuschauern in der Veszprem-Arena. „Die Ungarn waren über beide Spiele gesehen die bessere Mannschaft“, resümierte Rnic.

Der MT-Halblinke mischte zwar auch mit, aber nur ganze fünf Minuten. Rnic hatte sich im Vorfeld der Partie eine Viruserkrankung eingefangen. Er musste sich fortwährend übergeben und wurde sogar im Krankenhaus in Belgrad behandelt. Zusammen mit einem Verbandsfunktionär reiste er im Auto zum Spiel in Ungarn. Es könnte sein, dass er weitere Teammitglieder- und Verantwortliche dort angesteckt hat. Denn auch ein Spieler und ein Betreuer litten unter den gleichen Symptomen.

Am Freitag will Rnic zu seiner Frau nach Melsungen zurückkehren. Im Sommer – Geburtstermin ist der 30. August – erwarten der MT-Profi und seine Gattin Nachwuchs.

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