Vor Bundesliga-Start: Zehn Dinge, auf die sich die Fans freuen können

Jetzt beim THW Kiel: Der deutsche Nationaltorwart Andreas Wolff bildet ein starkes Gespann mit Niklas Landin. Fotos: dpa/Archiv

Kassel. Auf geht’s! Mit der Begegnung HSG Wetzlar gegen die Füchse Berlin wird heute Abend die Saison der Handball-Bundesliga eröffnet. Hier sind zehn Dinge, auf die sich die Handballfans freuen können:

1. Die Jagd nach der Schale:  Die meisten Trainer nennen die SG Flensburg-Handewitt als Titelfavorit Nummer eins. Vor allem, weil die Mannschaft nahezu komplett zusammengeblieben ist. Aber: Wenn der THW Kiel mal nicht Meister geworden ist, kehrt er in der Folgesaison meist noch titelhungriger zurück. Und natürlich mischen die Rhein-Neckar Löwen, der amtierende Champion, bei der Jagd nach der Schale wieder kräftig mit.

2.D ie EM- und Olympia-Helden:  Im Gegensatz zu früheren Jahren haben internationale Topleute den hiesigen Klubs nicht die Bude eingerannt. Was soll’s? Denn es gibt ja die deutschen EM- und Olympia-Helden. Abgesehen von Uwe Gensheimer (in Paris) und dem zukünftigen Melsunger Tobias Reichmann (in Kielce), sind die Nationalspieler in der Bundesliga im Einsatz. Fabian Wiede, Hendrik Pekeler, Julius Kühn, Andreas Wolff, und, und, und – sie alle werden in unseren Hallen zu sehen sein.

3. Die Konstellation im Kieler Kasten: Apropos Wolff. Es wird spannend, wie sich die Konstellation in Kiel entwickelt. In dem deutschen Nationalkeeper und dem Dänen Niklas Landin verfügt der THW über zwei Torhüter der Extraklasse. Wie kommen beide mit der Arbeitsteilung zurecht?

4.Die schnellen Treffer: Apropos Torhüter. Die Meinungen über die neue Regel mit dem zusätzlichen Feldspieler im Angriff gehen weit auseinander. Ob sinnvoll oder nicht – wir werden dadurch sehr viele schnelle Treffer erleben. Und vor allem werden sich die Keeper in die Torschützenliste eintragen, wenn sie den Ball ins leere Tor gegenüber werfen.

5. Der Kampf ums internationale Geschäft:  Nicht nur auf das Titelrennen können sich die Fans freuen. Der Kampf um die Plätze vier und fünf dürfte mindestens genauso spannend werden, weil für diese Ränge gleich mehrere Teams in Frage kommen. Melsungen, Berlin, Göppingen, Magdeburg, Gummersbach, Wetzlar, vielleicht auch Hannover – kurzum: Es wird ein heißer Tanz.

6. Europapokal-Atmosphäre in Kassel: Apropos internationale Plätze. Am 19. und 26. November wird die dritte Qualifikationsrunde im EHF-Pokal ausgespielt – und dann mischt auch die MT Melsungen, zum zweiten Mal nach 2014/15 startberechtigt, wieder mit. Gegen wen die Melsunger antreten müssen, steht nach der Auslosung am 18. Oktober fest. Egal, wer da in die Kasseler Rothenbach-Halle kommt: Bei Europapokalspielen herrscht immer eine ganz eigene Stimmung: unbekannter Gegner, internationale Schiedsrichter, Moderation auf Englisch, Länderfahnen der beteiligten Vereine und Vertreter unterm Hallendach.

7. Begeisterung in den Hallen: 5000 Dauerkarten verkaufte die SG Flensburg-Handewitt, 3400 Tickets hat Frisch Auf Göppingen abgesetzt, und Melsungen (knapp 2000) sowie der Vorjahresaufsteiger SC DHfK Leipzig (1800) stellten Vereinsrekorde auf. Es ist absehbar: In der kommenden Serie wird es lauter in den Arenen – noch dazu nach dem deutschen Bronze-Erfolg in Rio.

8.Das Abschiedsjahr des Publikumslieblings: Er ist kein klassischer Rechtsaußen. Nein, Melsungens Johannes Sellin, Europameister von 2016, hat seine Stärken nicht im gebundenen Spiel. Aber er läuft gnadenlos gut die schnellen Gegenstöße – ein echtes Phantom. Damit hat sich der 25-Jährige in die Herzen vieler MT-Fans gespielt. Nach vier Jahren im Melsunger Trikot muss er nach der kommenden Saison gehen – er wird durch Nationalmannschaftskollege Tobias Reichmann ersetzt. Freuen wir uns also noch eine Spielzeit lang auf viele Kontertore Sellins.

9 . Kretzsches Kommentare: Sind wir mal ehrlich: Handballspiele ohne Einschätzungen von TV-Experte Stefan Kretzschmar zu schauen, ist wie eine Suppe zu essen, in der das Salz fehlt. Der frühere Nationalspieler und einstige Superstar des SC Magdeburg hat bei Sport 1 klare Meinungen zu allem, was rund um diese Sportart passiert. Er hebt sich wohltuend ab von vielen anderen vermeintlichen Fachleuten.

10. Blaue Karte: Hä? Ja, der Handball ist bunter geworden. Ein Spieler, der nach einer Roten Karte künftig noch einen Blauen Karton gezeigt bekommt, ist für mindestens ein Spiel gesperrt. Die Disziplinarkommission entscheidet über das exakte Strafmaß. Bislang war vor allem für die Zuschauer nicht klar erkennbar, welche Folgen eine Rote Karte hat.

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