Sieg mit Zwischenspurts

DHB-Pokal: MT Melsungen besiegt im Achtelfinale GWD Minden mit 32:28

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Im Anflug aufs Viertelfinale: Michael Allendorf bei einem der zahlreichen Gegenstöße vorbei an Mindens Florian Freitag vor Torwart Gerrie Eijlers.

Minden. Das war leichter als gedacht: Die Handballer der MT Melsungen sind nun auch auswärts endgültig zurück in der Spur und souverän ins Viertelfinale des DHB-Pokals eingezogen. Im Gastspiel bei GWD Minden setzten sich die Nordhessen klar mit 32:28 (19:13) Toren durch.

Zwei Zwischenspurts mit einem 5:0-Lauf vom 5:6 zum 10:6 und einem 4:0 vom 23:18 zum 27:18 stellten die Weichen auf Sieg für die MT, die in iherer Flügelzange Johannes Sellin (8/3 Tore) und Michael Allendorf (6) ihre besten Werfer hatte.

Das erste Abtasten der Rivalen in der Kampa-Halle dauerte nicht einmal eine Viertelstunde. Immer wieder wechselte die Führung hin und her. Doch schnell wurde deutlich, dass ein Mann zunächst den Unterschied ausmachen würde: Johan Sjöstrand. Das überragende Stellungsspiel des Melsunger Schlussmannes brachte die Mindener Angreifer schier zur Verzweiflung und gab seinen Vorderleuten ganz viel Sicherheit. Bis zur Pause hatte der Schwede schon acht Würfe abgewehrt und nur 13 Mal den Ball aus dem Netz holen müssen.

Zu diesem Zeitpunkt schien beim Stand von 19:13 für die MT bereits eine Vorentscheidung gefallen. Denn gestützt auf ihren Zerberus hatten die Nordhessen mit einem 5:0-Lauf in gerade einmal drei Minuten schon die Weichen gestellt. Aus einem 5:6-Rückstand (15.) machten Johannes Sellin, Felix Danner, Michael Müller, Michael Allendorf und Nenad Vuckovic einen 10:6-Vorsprung (18.). Wieder einmal hatte ein Blackout den westfälischen Bundesliga-13. ereilt.

Und: Der Sturmlauf der MT über die erste und zweite Welle wurde nicht einmal von der Disqualifikation Philipp Müllers (19.) gestoppt. Er sah Rot, nachdem er GWD-Urgestein Schäpsmeier in der Luft attackiert hatte, der Rivale mit dem Kopf auf den Boden aufgeschlagen war und offenbareine Gehirnerschütterung erlitt.

Müllers Ausfall steckten die Melsunger weg, kontinuierlich bauten sie ihren Vorsprung aus. Nach Michael Müllers 14:7 (23.) nahm Mindens Coach Frank Carstens bereits seine zweite Auszeit – sie blieb ebenso erfolglos wie die erste. Michael Allendorfs vierter Treffer bescherte der MT erstmals eine Acht-Tore-Führung (18:10/28.).

In der Folge blieben die Nordhessen weiter Chef im Ring, führten beständig mit fünf oder sechs Toren. Bis zum 23:18 (40.). Dann musste Mindens Rückraum-Ass Kozlina auf die Strafbank und es folgte der zweite, nun entscheidende Zwischenspurt der MT. Patrik Fahlgren, zweimal Sellin und Allendorf erzielten binnen drei Minuten vier Treffer, und beim 27:18 (43.) war das Weiterkommen perfekt.

Von diesem Vorsprung zehrten die Melsunger bis zum Ende und sehen nun der Revanche am kommen Samstag entgegen. Dann gastiert Minden um 19 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle zum Bundesliga-Punktspiel.

Von Michael Lorenz

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