"Alles andere als ein Glückslos"

DHB-Pokal: MT Melsungen gastiert bei Bundesliga Aufsteiger ThSV Eisenach

Dortmund/Kassel.  „Schwerer ging es kaum, diese Ausgabe ist eine echte Herausforderung.“ Alles andere als begeistert kommentierte Geschäftsführer Axel Geerken das Lospech der MT Melsungen.

Die nordhessischen Handballer müssen in der ersten Runde des DHB-Pokals beim ThSV Eisenach antreten. Die Thüringer, als Zweitliga-Vizemeister Rückkehrer in die Bundesliga, sind am 15./16. August Gastgeber eines von insgesamt 16 Viererturnieren, bei dem Drittligist TSB Heilbronn-Horkheim und Zweitliga-Zwangsabsteiger TV Großwallstadt das zweite Samstag-Duell bestreiten werden. Die Sieger beider Spiele treffen dann am Sonntag im Finale aufeinander, nur der Gewinner erreicht das Achtelfinale am 28. Oktober.

Aktualisiert:

24. Juni 2015, 7.19 Uhr.

„Ein solch schweres Los war wirklich nicht nötig“, haderte Geerken mit der Dortmunder Spielerin Alina Grijseels, die sich für die MT keineswegs als Glücksfee erwies. Denn: Eisenach hat mit Trainer Velimir Petkovic einen schlitzohrigen, erfahrenen Trainer, eine gute Mannschaft, die nach 13 Siegen in den letzten 14 Spielen mit der Euphorie des Aufstiegs und den fanatischen Fans im Rücken ein großes Spektakel inszenieren wird.

„Das wird ein schwerer Start in die Saison und eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt eine ganz heiße Generalprobe“, sagt Axel Geerken, zumal die Eisenacher ihre Punktspiele nicht in der altehrwürdigen Werner-Aßmann-Halle austragen dürfen. „Umso mehr wird dort nun beim Pokal los sein.“

Auch Trainer Michael Roth reagierte auf Mallorca keineswegs begeistert über die schwere Aufgabe beim Thüringer Nachbarn: „Das ist alles andere als ein Glückslos, denn in Eisenach erwartet uns ein starker Gegner und ein Hexenkessel.“ Das einzig Positive sei die kurze Anreise. „Und“, so der Coach, „dass wir wissen, was auf uns zukommt.“ Denn schon im Oktober 2013 im Bundesliga-Punktspiel (31:27) und im Februar 2013 im Pokal hat die MT die hohe Hüde Eisenach genommen Damals bescherte ein 31:25-Sieg den Melsungern den Einzug ins Final Four nach Hamburg. Ein gutes Omen?

Michael Roth, der sich am Montag in München einer Hüftoperation unterziehen wird, erwägt nun natürlich eine geringfügige Modifizierung seines Vorbereitungsprogramms. „Weil wir in Eisenach schon sehr fit und frisch sein müssen. Es geht praktisch aus dem Training von Null auf Hundert.“

In Eisenach reagierte Manager Karsten Wöhler, der zu aktiven Zeiten auch das MT-Trikot getragen hatte, mit bgemischten Gefühle auf die Auslosung. „Das ist wegen des Derbycharakters natürlich ein schönes, aber auch gleichzeitig ein sportlich sehr schweres Los für uns. Die MT ist der klare Favorit.“ Wöhler betont, dass der ThSV das Ersrunden-Turnier in der Aßmann-Halle ausrichten möchte, wusste aber gestern noch nicht, ob die Halle an dem betreffenden Wochenende frei ist.

Würde Eisenach verzichten, was nicht zu erwarten ist, könnten Großwallstadt oder Heilbronn als Ausrichter einspringen, erst als vierter Kandidat würden die Melsunger gefragt.

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