Melsunger Handballer wollen gegen Wetzlar den vierten Tabellenplatz festigen – Einsatz von Allendorf fraglich

Den direkten Kontrahenten abschütteln

Heiß auf den Ex-Klub: Timm Schneider. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Das Pokal-Aus gegen die Rhein-Neckar Löwen ist abgehakt. Nun zählt für die MT Melsungen einzig und allein die Handball-Bundesliga. Die Nordhessen wollen den vierten Tabellenplatz halten, sie wollen zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in den Europapokal einziehen. Mit einem Sieg heute (19 Uhr) gegen die HSG Wetzlar käme die Mannschaft von Trainer Michael Roth diesem Ziel ein gutes Stück näher. „Wir haben es selbst in der Hand, den direkten Kontrahenten abzuschütteln“, sagt Michael Allendorf mit Blick auf die Tabelle.

Hinter dem Einsatz des MT-Linksaußen steht weiterhin ein Fragezeichen. Der Sehnenabriss im rechten Oberschenkel ist zwar ausgeheilt, und er hat schmerzfrei mit Ball und der Mannschaft trainieren können, aber er soll noch geschont werden. „Wenn alle Stricke reißen“, sagt Allendorf, stünde er aber zur Verfügung.

Seinen Humor hat der 29-Jährige während der Verletzungspause nicht verloren. „Wir sind heute krasser Außenseiter“, sagt Allendorf. Mit einem Augenzwinkern ergänzt er: „Wetzlar kommt mit drei Europameistern – wir haben nur einen.“ Ganz ohne Spaß denkt der Linksaußen an die 25:29-Hinspielpleite in der Rittal-Arena. Da hätten sie noch eine Rechnung zu begleichen, sagt Allendorf.

Für den Außen und noch mehr als eine Hand voll weiterer Teammitglieder, unter anderen die Müller-Zwillinge sowie die Trainer Michael Roth und Mile Malesevic, ist dieses Spiel zugleich das Kräftemessen mit dem Ex-Klub. „Wir brennen auf dieses Spiel“, sagt Timm Schneider, der während seiner Profizeit bei der HSG nie ganz glücklich wurde und für den eine neuerliche Niederlage gegen die Wetzlarer deshalb besonders schmerzhaft wäre. Er setzt darauf, dass seine Mannschaft ähnlich solide in der Defensive steht wie bei der 23:26-Niederlage im Pokal-Viertelfinale bei den Rhein-Neckar Löwen – auch wenn sich Abwehrchef Felix Danner einen grippalen Infekt eingehandelt hat. Eine 6:0-Variante ist ebenso denkbar wie eine 5:1-Formation. Umso mehr, als Allendorf nun möglicherweise wieder vorgezogen verteidigen kann.

Von Björn Mahr und Robin Lipke

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