Europapokalauftritt der MT-Handballer in Rijeka

Melsunger Kantersieg gegen Zamet

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Erzielte acht Tore: Marino Maric.

Kassel. Die Melsunger Handballer haben das Europapokal-Hinspiel bei RK Zamet in Rijeka mit 34:23 (17:13) gewonnen. Unser Schnellcheck.

Was bedeutet dieser Sieg für die MT? 

Das Team steht mit einem Bein in der Gruppenphase. Zwar hat Zamet in dieser Saison im EHF-Pokal schon auswärts überrascht, ein Erfolg am kommenden Samstag ab 19.30 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle scheint aber nach den Eindrücken vom ersten Vergleich undenkbar.

Wie verlief denn die Rückkehr der Melsunger auf Europas Bühne? 

Kann man nicht meckern. Nach zwei Niederlagen in Folge in der Bundesliga gegen Balingen und Wetzlar fanden die Nordhessen an der kroatischen Adriaküste recht schnell ins Spiel. Zwar gingen die Hausherren nach drei Treffern in Folge in der siebten Minute mit 4:3 in Führung, danach aber hatte die MT wieder Vorteile. Wenn Zamet nicht bei einigen abgefälschten Würfen etwas Glück gehabt hätte, wäre der Vorsprung der Nordhessen schon früh recht deutlich gewesen. 

Michael Müller, Marino Maric und Michael Allendorf warfen die erste Drei-Tore-Führung heraus (8:5, 11.). Kurz vor Ende der ersten Hälfte betrug der Abstand gar vier Tore, weil Arjan Haenen kurz nach seiner Hereinnahme für Johannes Sellin eiskalt abschloss. Aber vor allem weil weil Schlussmann Johan Sjöstrand nach überstandener fiebriger Erkältung einige wichtige Bälle entschärfte und zu einem überzeugenden Auftritt des Favoriten beitrug. Und nach der Pause parierte der Schwede – er kam am Ende auf 21 Paraden - noch etliche Würfe. 

Allerdings auch, weil seine Vorderleute dem Gegner kaum noch Raum zum Kombinieren ließen. Das schlug sich im Zwischenstand von 22:13 nieder (40.), wobei Youngster Johannes Golla den ersten Europacup-Treffer seiner Karriere markierte. Die Kroaten gaben sich nicht auf, sie konnten aber nur punktuell Akzente. Melsungen war klar spielbestimmend – zur Freude der Aufsichtsratsvorsitzenden Barbara Braun-Lüdicke, die zusammen mit ihrem Mann Martin Lüdicke, seines Zeichens MT-Vorstand, auf der Tribüne mitfieberte.

Wer war der Mann des Abends? 

Da kann es keine zwei Meinungen geben. Marino Maric (8 Tore) war am Samstagabend nicht nur ein wichtiger Torschütze und Abwehrstratege im Deckungszentrum, sondern stand auch vor und nach dem Spiel im Blickpunkt. Als der Hallensprecher etwa den Namen des MT-Kreisläufers beim Einlaufen der Teams vorlas, brandete kräftiger Beifall in der Halle auf. Kein Wunder, Maric ist kroatischer Nationalspieler.

Wie war die Stimmung in der Halle? 

Also laut war es. Aber nicht, weil der Centar Zamet in Rijeka aus allen Nähten platzten. Im Gegenteil: Der Verein hatte mit 2000 Zuschauern gerechnet. Es kamen letztlich 1800 Fans. Bemerkenswert: 50 davon kamen aus Kassel und Umgebung. Nein, dass die Menschen in dieser Spielstätte ihr eigenes Wort nicht verstanden, lag daran, dass der Mann am Mischpult die Regler voll ausgereizt hat. Ein Erfolg war der Besuch dennoch für Gastgeber RK Zamet: Bei einem Vereinsspiel waren noch nie so viele Zuschauer in der Halle.

RK Zamet – MT Melsungen 23:34 (13:17)

Zamet: Durica (29 GT/9 P.), F. Lucin (5 GT/1 P.) - Uzelac, Martinovic, Jelusic, Glavas, Sunjic 1, Milicevic 1, Majic 2, Kruzic 2, Stojanovic 3, T. Lucin 3/1, Golik 3, Hrvatin 4, Grozdek 4.

Melsungen: Sjöstrand (23 GT/21 P.), Villadsen (n.e.), Verkic (n.e.) - Maric 8, Allendorf 8/3, Haenen 5, Rnic 4, Vuckovic 3, Golla 2, M. Müller 2, Fahlgren 1, Jaanimaa 1, Danner, P. Müller, Schneider, Sellin.

SR: Dahl Hermann/Madsen (Dänemark) – Z: 1800. - Siebenmeter: 1/1:4/3 – Zeitstrafen: 10:6 Minuten.

Spielstände: 0:1 (1.), 1:3 (3.), 4:3 (7.), 5:8 (11.), 10:12 (21.), 12:13 (23.), 12:15 (26.), 13:17 – 13:19 (34.), 13:22 (40.), 16:25 (48.), 19:30 (54.), 23:34.

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