MT Melsungen sucht Wege aus der Krise

Bekannte Gesichter im Team des TVB Stuttgart: Markus Baur (linkes Bild) ist der Trainer des TVB, Johannes Bitter steht zwischen den Pfosten, und Michael Kraus sorgt für Torgefahr aus dem Rückraum. Fotos: dpa

Kassel. Handball-Bundesligist MT Melsungen hat am Sonntag den TVB Stuttgart zu Gast (17.15 Uhr). Für die Gastgeber geht es darum, einen Weg aus der Krise zu finden.

Vor einem Jahr grüßten die Melsunger Bundesliga-Handballer im Oktober vom zweiten Tabellenplatz. Sie erteilten nicht nur Teams wie TuS N-Lübbecke und TBV Lemgo wahre Handball-Lektionen. Davon ist das Team zurzeit ein beträchliches Stück entfernt. Vor dem Heimspiel am Sonntag ab 17.15 Uhr gegen den Neuntplatzierten TVB Stuttgart liegt die MT auf einem Abstiegsrang.

Doch die Teams ab Platz fünf liegen dicht beieinander. Bei einem klaren Sieg über die Stuttgarter würde Melsungen schon an den Bittenfeldern vorbeiziehen. Doch die Gäste aus Schwaben sind nicht zu unterschätzen - zumal zur Mannschaft drei Weltmeister von 2007 gehören.

Der Gast 

Markus Baur

Johannes Bitter, Michael Kraus und Markus Baur - bei diesen Namen werden Erinnerungen wach an das Wintermärchen. 2007 gewannen die deutschen Handballer bei der Heim-WM den Titel. Und dieses Trio trug ihr Scherflein zum Triumphzug der DHB-Auswahl bei. Mittlerweile ist Baur Trainer in Stuttgart, Bitter hält dort den Kasten sauber, und Kraus zeigt nach seinem Abgang aus Göppingen seine Klasse als Rückraumstratege.

Radio HNA

Wir übertragen das Spiel am Sonntag live und in voller Länge per Internetradio.

„Mimir Kraus und Jogi Bitter können immer noch ein Spiel allein entscheiden“, warnt Roth vor der individuellen Klasse der TVB-Stars. Zur Aufbaureihe der Schwaben gehört mit Michael Schweikardt, der früher mit Kraus schon bei Frisch Auf Göppingen prächtig harmonierte, auch ein ehemaliger Melsunger. Schweikardt traf seit seinem Weggang aus Nordhessen 2012 zweimal mit seinem Stammverein in einem Punktspiel auf die MT. In der Vorsaison behaupteten sich die Melsunger in der Rothenbach-Halle mit 30:26 und siegten in Stuttgart 28:21.

Der Gastgeber

Zwei Verletzte, zwei Grippekranke - so stellte sich die personelle Situation in dieser Woche da. Während Jeffrey Boomhouwer und Gabor Langhans noch länger ausfallen, dürften Philipp Müller und Felix Danner bis zum Sonntag wieder hundertprozentig fit sein und den Mittelblock der Abwehr bilden.

„Ich weiß, dass wir stark genug sind, um da unten heraus zu kommen“, sagt Roth. Nicht der Auftritt in der ersten, sehr wohl aber die deutlich stabilere Leistung in der zweiten Hälfte in Leipzig stärkt seine Zuversicht. „Da haben wir geduldig gespielt und hatten eine bewegliche 6:0-Deckung“, betont der Coach.

Zudem sind im Training schon deutliche Fortschritte beim Ex-Kieler Dener Jaanimaa erkennbar. Der Rückraumschütze aus Estland, bislang nur zur Kurzeinsätzen gekommen, wird gegen Stuttgart genügend Gelegenheiten haben, sein Können zu beweisen. Gegen die Weltmeister.

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