Erneut offensive Variante mit zwei Kreisläufern?

Den Europapokal fest im Blick: Melsunger sind gegen Magdeburg gefordert

Könnte heute mit Felix Danner in der Offensive für Schwung sorgen: Der Melsunger Marino Maric (Mitte), hier im Hessenderby gegen die Wetzlarer Joao Ferraz (links) und Evars Klesniks. Foto: Schachtschneider

Kassel. Es sieht gut aus für die MT Melsungen im Kampf um die Europapokal-Qualifikation. „Und damit das so bleibt,“ sagt Trainer Roth, „müssen wir unsere Heimspiele gewinnen.“

Davon hat der heimische Handball-Bundesligist noch sechs. Und gegen den SC Magdeburg (heute, 19 Uhr, Rothenbach-Halle) eins der kniffligsten, selbst wenn die beiden Rivalen derzeit sechs Tabellenplätze voneinander trennen.

Davon lässt sich der MT-Coach nicht blenden: „Wir dürfen Magdeburg keineswegs an dem aktuellen zehnten Rang messen.“ Eher daran, dass der Überraschungsvierte der letzten Saison das Final Four in Hamburg erreicht und als Tabellenführer der Hauptrunde beste Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale des EHF-Pokals hat.

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Und auf jeder Position doppelt (gut) besetzt ist auch dank der Wintereinkäufe Nemanja Zelenovic (serbischer Nationalspieler) und Jens Schöngarth, der von 2009 bis 2012 das Melsunger Trikot trug. Als Magdeburger Lichtgestalt geht derzeit Finn Lemke durch, der frischgebackene Europameister, der in Polen zum deutschen Deckungschef avancierte. Der 2,10m-Mann, der die enorme körperliche Präsenz der SCM-Deckung wohl am eindrücklichsten widerspiegelt.

„Dieses Bollwerk müssen wir in Bewegung bringen“, fordert Michael Roth, muss aber bei diesem Unterfangen weiter auf Michael Allendorf verzichten. Der Linksaußen erlitt nach seiner Reha einen Rückschlag und fällt aufgrund seiner erneut aufgetretenen Hüftverletzung weitere drei Wochen aus. Also bietet sich für die Gastgeber erneut die offensive Variante mit zwei Kreisläufern (Felix Danner und Marino Maric) an.

Melsungens Längster mit 2,01 Metern, René Villadsen, steht im Tor und nach Sjöstrands Handverletzung vor seiner zweiten großen Herausforderung als Nummer eins. Bei der ersten, dem 24:34 bei den Rhein-Neckar Löwen, sahen der Däne und seine Vorderleute nicht ganz so gut aus, was aber „verarbeitet ist.“ Dergestalt, dass der 29-Jährige im Training an der Abstimmung mit seinem Mittelblock feilte.

Und sich vorgenommen hat, bei den gegnerischen Wurfversuchen länger stehen zu bleiben: „So kann ich meine Größe und Reichweite besser nutzen.“ Das Studium der Wurfbilder der Magdeburger Schützen wird ihm dadurch erleichtert, dass er genau weiß, wie Landsmann Michael Damgaard wirft. Der Bruder vom Ex-Hamburger Allan Damgaard, mit dem der MT-Schlussmann einst zusammen in Dänemark spielte.

Nicht nur deshalb genießt René Villadsen das volle Vertrauen seines Trainers. „René hat hervorragend gearbeitet und ist in guter Form“, erklärt Michael Roth. Und weiß, dass es in einem möglicherweise engen Spiel besonders auf seinen Torhüter ankommen könnte.

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