Rasmus Lauge Schmidt avanciert zum Sieggaranten gegen die Rhein-Neckar Löwen

Schnellcheck zum Meisterschaftskampf: Flensburgs Coup: 25:22 im Gipfel

Im Anflug: Flensburgs starker Rasmus Lauge Schmidt (Mitte) überlistet Hendrik Pekeler (links) und Harald Reinkind. Foto: dpa
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Im Anflug: Flensburgs starker Rasmus Lauge Schmidt (Mitte) überlistet Hendrik Pekeler (links) und Harald Reinkind.

Kassel. Im Meisterschaftskampf der Handball-Bundesliga mischen weiter drei Mannschaften mit. Der Tabellendritte SG Flensburg-Handewitt erkämpfte im Gipfeltreffen bei Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen einen 25:22 (13:13)-Sieg.

Was bedeutet die Pleite der Löwen für den Kampf an der Tabellenspitze? 

Erstens: Der THW Kiel als aktueller Zweitplatzierter kann nun aus eigener Kraft zum 21. Mal Deutscher Meister werden. Zweitens: Die Flensburger dürfen sich Hoffnungen machen, zum zweiten Mal nach 2004 den nationalen Titel zu gewinnen.

War die Partie eines Spitzenspiels würdig?

Schnell war klar, was an diesem Abend das Gebot der Stunde sein würde: eine aggressive Deckung. In den ersten zehn Minuten fielen lediglich fünf Treffer. Hochgerechnet hieß das: Die Mannschaften würden sich etwa mit einem 15:15 trennen. Dass es allerdings nichts mit einem Ergebnis wie vor 40 Jahren wurde, lag daran, dass da zwei Klubs aufeinandertrafen, die im Angriff immer noch einiges in petto haben.

Erst glänzten Rasmus Lauge Schmidt und Jim Gottfridsson auf SG-Seite und trugen dazu bei, dass die Nordlichter 11:5 vorn lagen (19.). Dann waren die Hausherren um Kapitän Uwe Gensheimer am Zug. Europameister Hendrik Pekeler warf nach einem Konter das 12:12 (28.). Spätestens jetzt war es das erwartete Topspiel, die 13 200 Zuschauer in der ausverkauften Mannheimer SAP-Arena kamen aus dem Jubeln kaum heraus. Nach der Pause blieb es spannend. Selbst als die Gäste mal bis auf 21:17 davon zogen, konnte nicht von einer Vorentscheidung die Rede sein. Allerdings zeigten sich die Schützlinge von SG-Trainer Ljubomir Vranjes im Angriff cleverer. Immer wieder war es der Däne Lauge Schmidt, der sich durchtankte und zum Matchwinner avancierte.

Wie ging das Duell der schwedischen Nationaltorhüter aus? 

Das entschied Flensburgs Mattias Andersson, der sich wie schon so oft in dieser Spielzeit in bestechender Form präsentierte, klar für sich. Mikael Appelgren, ehemals MT Melsungen, wurde früh für Borko Ristovski ausgewechselt.

Gab es eine personelle Überraschung? 

Kann man nicht anders sagen. Bei den Löwen tauchte ein gewisser Patrick Groetzki auf dem Spielberichtsbogen auf. Und nicht nur das: Nachdem sein Ersatz Marius Steinhauser in den ersten zehn Minuten zweimal vergeben hatte, kehrte der National-Rechtsaußen zwei Monate nach seinem Wadenbeinbruch aufs Parkett zurück. Mit einem Einsatz des 26-Jährigen war erst in zwei Wochen gerechnet worden. Jetzt sorgte er gleich für frischen Wind und wichtige Tore.

Und was machte Hexer Andreas Wolff? 

Der kann nicht mehr nur Talkshow und Informationsaustausch mit Bayern-Keeper Manuel Neuer, sondern auch nach wie vor Handball-Bundesliga. Deutschlands EM-Held führte am Abend mit 19 Paraden das Team der HSG Wetzlar zum 24:20-Sieg über Frisch Auf Göppingen. Damit machte er den negativen Eindruck vom Auftritt am vergangenen Samstag in Balingen vergessen, als er lediglich fünf Würfe entschärfte und die 26:27-Schlappe der HSG nicht verhindern konnte.

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