Handball: MT-Nachwuchstalent lässt in der Vorbereitung aufhorchen - bald Debüt in der Bundesliga?

Forstbauer muss noch zulegen

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Erfüllt noch nicht die körperlichen Voraussetzungen für die erste Liga: Melsungens Nachwuchshoffnung Jan Forstbauer.

Melsungen/Leutershausen. Zehn Tore gegen eine Freiburger Stadtauswahl, sechs Treffer im Benefizspiel gegen die TG Rotenburg – in den ersten Freundschaftsspielen des Handball-Bundesligisten MT Melsungen nach der Weihnachtspause tat sich wiederholt Jan Forstbauer als entschlossener Angreifer hervor. Bitte, wer? Jan Forstbauer!

Da der Linkshänder erst im vergangenen Sommer zur MT kam, bislang aber noch nicht in der ersten Liga eingesetzt wurde und die nötige Spielpraxis nur durch ein Doppelspielrecht beim Zweitligisten SG Leutershausen sammelte, ist selbst vielen Melsunger Anhängern dieses Gesicht noch längst nicht vertraut. Auch wenn Forstbauer regelmäßig vor einem Heimspiel in Kassel bei der Mannschaftsvorstellung erwähnt wird.

„Er hat das Potenzial, um den Sprung nach oben zu schaffen“, sagt MT-Manager Axel Geerken. „Ein großes Talent“, ergänzt Trainer Michael Roth, „nur körperlich reicht es für die erste Liga noch nicht.“ Zwar misst der gebürtige Stuttgarter 1,90 m, in seinem Trikot ist aber noch reichlich Platz für Brust- und Oberarmmuskeln.

„Die Vorbereitung ist für mich bislang ganz gut gelaufen“, bilanziert der 21-Jährige. Durch den Ausfall des verletzten Halbrechten Malte Schröder kam Forstbauer sofort zum Einsatz, sobald Michael Müller eine Atempause brauchte. So wird es voraussichtlich auch am Mittwoch sein, wenn die MT ab 19.30 Uhr in Leutershausen testet.

„Er hat das Potenzial, um den Sprung nach oben zu schaffen.“

MT-Manager Axel Geerken

Wenn Forstbauer sonst dorthin reist, dann macht das der schmächtige Angreifer, um bei den Zweitliga-Spielen der Roten Teufel für Treffer aus der zweiten Reihe zu sorgen. 2012 war der ehemalige Junioren-Nationalspieler vom Klassenkameraden TV Bittenfeld an die Bergstraße gewechselt. Wie im Vorjahr steckt er mit der SGL voll im Abstiegskampf. Dabei teilt er sich mit Manuel Frietsch den Job im rechten Rückraum.

„Ich will mit Leutershausen eine gute Rückrunde spielen“, nennt Forstbauer als Ziel. Wichtig ist ihm auch seine eigene Weiterentwicklung: „Ich will zeigen, dass ich es bis in die Bundesliga schaffen kann.“ Falls Malte Schröder am 8. Februar gegen den TBV Lemgo noch nicht fit sein sollte, könnte endlich die Stunde von Jan Forstbauer schlagen.

Von Björn Mahr

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